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Lebensretter mit Vertrag

Dänischenhagen Lebensretter mit Vertrag

Nun ist es amtlich mit Brief und Siegel: Die First-Responder-Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Dänischenhagen darf am 1. August ihren Bereitschaftsdienst als Lebensretter antreten. Am Montagabend setzten Gemeindewehrführer Martin Peters und Bürgermeister Wolfgang Steffen (CDU) die letzten Unterschriften unter die Vereinbarung.

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Das sind die First Responder: Christof Hagen, Christopher Mohr, Tino Dreyer, Oke Reichel, Janik Rehbehn, Thore Müller, Benjamin Neugebauer, Marko Schröter (von links). Wegen einer auswärtigen Ausbilung oder Urlaubs nicht auf dem Foto: Thomas Elm, Sebastian Elm, Oliver Blöck, Dirk Kindler.

Quelle: Cornelia Müller

Dänischenhagen. „Sie können stolz auf sich sein. Ich bin es auf jeden Fall, und die Bürger werden es auch sein“, wendet sich Steffen an die neun Männer, die ihren Freiwilligen Feuerwehrdienst um die medizinische Komponente erweitert haben. Vier von ihnen können heute nicht hier sein. Drei sind gerade in beruflichen Fort- oder Ausbildungen. Sie sind wie weitere Mitglieder der Einheit bei der Berufsfeuerwehr Kiel beziehungsweise im Rettungsdienst beschäftigt.

Die 13-köpfige Mannschaft ist ab übernächster Woche mit in die offizielle Rettungskette eingebunden und garantiert die stetige Einsatzbereitschaft. Gibt es in Dänischenhagen oder umliegenden Gemeinden medizinische Notfälle – Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall zum Beispiel –, kann die Integrierte Rettungsleitstelle in Kiel die ausgebildeten Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Feuerwehrsanitäter als qualifizierte Ersthelfer losschicken. Ein bis zwei Retter, die jeweils in den Einsatz fahren, versorgen Patienten so lange, bis das Team vom Rettungswagen oder der Notarzt übernehmen können. Defibrillator, Sauerstoffgerät, bestimmte Medikamente, ein spezieller Koffer mit der Ausrüstung für Kinder- und Babynotfälle sind immer an Bord des Mehrzweckfahrzeugs, das im Gerätehaus bereitsteht.

Eine verantwortungsvolle Aufgabe also. „Wir können sie leisten, weil viele von uns ohnehin beruflich mit der Materie zu tun haben. Warum sollten wir das Potential nicht für den Bürger nutzen?“, erläutern Gruppenleiter Thore Müller und sein Stellvertreter Tino Dreyer. Müller ist angehender Arzt und hat diejenigen, die nicht schon selbst im Rettungsdienst arbeiten, medizinisch ausgebildet. Jährliche Fortbildungen sind vorgeschrieben. Eingebunden in den Vertrag sind der Kreis als Träger des Rettungsdienstes, die Berufsfeuerwehr Kiel sowie die Integrierte Rettungsleitstelle Kiel. Die Vorlaufzeit bis zur Umsetzung betrug allerdings viele Monate. Der Wehrführer weiß das Engagement seiner Leute zu schätzen. „Ich bin sehr dankbar, dass unsere Truppe so engagiert ist und dabei Augenmaß hat“, sagt er.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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