23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Leuchtturm bleibt für Besucher gesperrt

Bülk Leuchtturm bleibt für Besucher gesperrt

So ein Ärger: Der Leuchtturm Bülk mit seiner Plattform 22 Meter über der Erde bleibt voraussichtlich noch weitere zwei Wochen für Besucher gesperrt – und das im 150. Jahr seines Bestehens.

Voriger Artikel
„U 33“ nach acht Monaten zurück
Nächster Artikel
Angetriebene Jacht löst Großeinsatz aus

Der Leuchtturm Bülk in Strande bleibt trotz des Jubiläums noch rund zwei Wochen für Besucher geschlossen. Die gute Nachricht: Bei dem Kabelbrand im Raum nebenan blieb er unversehrt.

Quelle: Cornelia Müller

Strande. Das bestätigte am Montag das für die Leuchttürme der schleswig-holsteinischen Ostseeküste verantwortliche Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Lübeck. Seit dem 17. Mai darf niemand mehr den als Ausflugsziel so beliebten Leuchtturm an der Kieler Außenförde auf der Wendeltreppe mit ihren 98 Stufen erklimmen. Und das nicht etwa, weil sie baufällig wäre. Der Turm selbst ist in Ordnung, „aber aus Sicherheitsgründen muss zunächst ein Schaden an den Lüftungsklappen zum Nebengebäude hundertprozentig behoben sein“, erläutert Sabine-Dorothea Heider, zuständige Abteilungsleiterin im WSA.

 Am 17. Mai war ein Kabelbrand im Technikraum, einem Anbau am Turm, ausgebrochen. Petra Amelow, die im alten Leuchtturmwärterhaus wohnt, das Bistro Leuchtturmpavillon betreibt und auch die Türen zum Turm für die Besucher öffnet, hatte den Qualm an jenem Sonntagmorgen bemerkt. Sofort alarmierte sie die Feuerwehr. Die Strander Brandschützer drangen mit Atemschutz in Technikraum und Turm ein. Den Schwelbrand hatten sie schnell im Griff. Auch in den Turm waren durch die Lüftungsklappen giftige Gase eingedrungen. Die Qualmwolke hatte sich dank des Kamineffekts in dem 25,6 Meter hohen Bauwerk und der zu öffnenden Türen und Fenster schnell verzogen.

 Heider: „Das 1865 gebaute große Seezeichen selbst hat zum Glück keinen Schaden genommen. Und die Elektrik im Technikraum, die dieses Leuchtfeuer und wie auch das des großen Kieler Leuchtturms vor der Außenförde versorgt, ist wieder in Ordnung. Nur der Lüftungsmechanismus ist noch noch nicht so funktionsfähig, dass er allen Sicherheitsanforderungen entspricht. Da dürfen wir keine Kompromisse machen. Sicherheit geht vor. Auch uns liegt daran, dass der Turm schnell wieder besichtigt werden kann.“

„Zumal der Ausblick von der Plattform ein Highlight für alle Gäste der Region ist“, ergänzt Petra Amelow. Sie muss es wissen. Wer im Pavillon oder auf der Terrasse mit Fördeblick eine Rast einlegt, war meist sogar schon mehrfach auf der Plattform oder kommt nach dem ersten Besuch wieder.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3