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Hochbrücken-Neubau wirft Fragen auf

Neuwittenbek Hochbrücken-Neubau wirft Fragen auf

Nach 121 Jahren wird es höchste Zeit: Die alte Levensauer Hochbrücke, die zwischen Neuwittenbek und Kiel-Suchsdorf den Nord-Ostsee-Kanal überquert, muss durch einen Neubau ersetzt werden. Für dieses Vorhaben läuft jetzt das Planfeststellungsverfahren.

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Mit seinen großen Bögen erinnert der geplante Neubau an die alte Levensauer Hochbrücke. Auch künftig bleibt das Bauwerk der Bahn und dem lokalen Nahverkehr vorbehalten. Der Durchgangs- und Schwerlastverkehr rollt über die benachbarte B-76-Brücke.

Quelle: WSA

Neuwittenbek. Bis zum 15. Dezember hat jeder, der von dieser Baumaßnahme betroffen ist, Gelegenheit, Einwendungen abzugeben – Gemeinden und andere öffentliche Institutionen ebenso wie Privatpersonen. Die Planunterlagen können noch bis zum 1. Dezember beim Amt Dänischer Wohld in Gettorf und bei der Gemeindeverwaltung in Altenholz eingesehen werden.

Für die Bauarbeiten – der Start ist für 2018 anvisiert – sind 18 Monate, verteilt auf einen Zeitraum von drei Jahren, veranschlagt. Die größte Herausforderung für die Planer vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Kiel-Holtenau dürfte die Forderung der Bahn sein, dass der Schienenverkehr nicht länger als 60 Tage unterbrochen wird. In diesem Zeitraum müssen die Anwohner nach dem jetzigen Planungsstand auch nachts und an Wochenende mit Baustellenlärm rechnen. Ein weiterer „Knackpunkt“ ist für den Neuwittenbeker Bauausschussvorsitzenden Wilfried Johst (SPD) die Form des geplanten Öko-Ausgleichs. Johst fordert, dass sich der Vorhabenträger „darum bemüht, dass die mit dem Bau verbundenen Eingriffe in die Natur möglichst auf Neuwittenbeker Gemeindegebiet ausgeglichen werden und nicht irgendwo im Lande“. Auch zum kostenlosen Bus-Pendelverkehr mit Fahrradtransportmöglichkeit, der während der Bauphase im Bereich des Gasthofs Levensau („Schweinsgeige“) eingerichtet werden soll, gibt es nach den Worten des Neuwittenbeker Kommunalpolitikers noch offene Fragen.

Um für die Stellungnahmen im Rahmen der Planfeststellung Zeit zu gewinnen, wird die für den morgigen Donnerstag geplante Sitzung der Gemeindevertretung Neuwittenbek auf Montag, 7. Dezember, verschoben. Vorher, am Dienstag, 1. Dezember, wird der Projektleiter für den Ersatzneubau, Thomas Janßen vom WSA, dem Bauausschuss in einer öffentlichen Sitzung Rede und Antwort stehen. Beginn ist um 19.30 Uhr.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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