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Strande Platz an der Sonne

Dass Strandes Hafen weit über die Gemeindegrenzen hinaus beliebt ist, verwundert bei Ausstattung und Lage nicht. Bei künftiger Neuvergabe gemeindeeigener Liegeplätze sollen daher besonders die Einwohner berücksichtigt werden. Dies beschlossen die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Yacht Club Strande auf Antrag der FDP-Fraktion.

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Strande. Rund 350 Liegeplätze bietet der Hafen, der Großteil wird über die Kontingente des Yacht Clubs Strande (153 Plätze) und des Kieler Yacht-Clubs (133) vergeben. Auch der Fischereiverein (20) und die Gemeinde (36) mischen bei der Vergabe mit. „Es geht um die Plätze, die nicht an Vereine gebunden sind“, erklärte Bernd Much (FDP). „Wir möchten, dass hier Strander bevorzugt berücksichtigt werden.“ Zwar gebe es eine eher geringe Fluktuation auf den Plätzen im Hafen, aber es scheine sich ein Generationswechsel anzukündigen. Daher müsse eine verbindliche Regelung her, befand Much. „Die bevorzugte Berücksichtigung ist aktuell kein Bestandteil der Satzung.“

 Die Entscheidung über eine Vergabe der Gemeinde-Plätze trifft ein Vierer-Gremium: der Bürgermeister, der Hafenmeister, ein Hafenausschussmitglied und ein Vertreter der Amtsverwaltung – bisher häufig zugunsten der Strander Bürger. „Eine schriftliche Verankerung in der Satzung ist juristisch schwierig“, betonte Bürgermeister Holger Klink (CDU). „Man darf nicht vergessen, wie klagefreudig manche Mitbürger sind.“ Um auf der sicheren Seite zu sein, formulierte das Gremium die Empfehlung, Strander „bei Vorliegen gleicher Voraussetzungen künftig und grundsätzlich bevorzugt zu berücksichtigen“.

 Für den Dialog mit Flüchtlingen in der Gemeinde warb der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Thomas Behrenbruch. „Unser Ziel ist es, die Bürger mit ins Boot zu nehmen und so Unstimmigkeiten und Probleme schon im Vorfeld zu lösen“, sagte er. Dazu soll es im Herbst unter dem Motto „Strander treffen Flüchtlinge“ eine Veranstaltung des Flüchtlinge-Helferkreises mit möglichst großer Beteiligung der Einwohner geben. Zurzeit leben 35 Asylsuchende in zwei Häusern in Bellevue.

 Des Weiteren sprach sich das Gremium für eine Umbenennung eines Teils der Dänischenhagener Straße aus, da die Flüchtlingsunterkunft aktuell keine richtige Hausnummer hat. „Niemand in Strande sollte die Hausnummer null haben – das hat keiner verdient“, befand Klink. Jetzt wird die Straße ab dem Strander Gemeindegebiet bis zum Kreisel Fördestraße/Stohler Landstraße in Strander Straße umbenannt, die Häuser in Bellevue erhalten die Nummern 24 und 26.

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