21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Looser gegen weitere Windräder

Grundsatzbeschluss Looser gegen weitere Windräder

Die Botschaft ist eindeutig. Mehr als die genehmigten fünf 150-Meter-Windräder lehnen die Gemeindevertreter ab. Bei einer Enthaltung einigten sie sich auf den künftigen Umgang mit Windkraft. Mit dem Grundsatzbeschluss wollen die Kommunalpolitiker das Land beim Ausweisen zukünftiger Flächen beeinflussen.

Voriger Artikel
Pläne sorgen für Ernüchterung
Nächster Artikel
Strandkörbchen für Vierbeiner

Mit Kai Petersen gibt es wieder einen Gemeindevertreter von der SPD in Loose.

Quelle: Rainer Krüger

Loose. „Es wird beschlossen, die Staatskanzlei darüber zu informieren, dass sich Loose gegen eine weitere Ausweisung von Vorrang- oder Eignungsflächen im Gemeindegebiet ausspricht“, lautet das beschlossene Statement. Bürgermeister Gerhard Feige (CDU) erläuterte, dass so auch einer möglichen „Umzingelungswirkung“ durch neue Anlagen vorgebeugt werden soll.

„Nach dem Ärger, den wir mit dem ganzen Kram gehabt haben, haben wir jetzt die Nase voll“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Hans-Jürgen Mordhorst (WVL). Damit spielte er unter anderem auf Planverzögerungen durch Streit bei den Investoren und Kritik an den Bauten durch eine Looser Bürgerinitiative an.

Ilewind-Geschäftsführer Peter Kirberg berichtete über das seit November 2015 laufende Rad. „Unsere Anlage hat seitdem über drei Millionen Kilowattstunden produziert“, erklärte er. Demnächst stünden die vorgeschriebenen Nachmessungen an, bei denen überprüft wird, ob die Grenzwerte für den Schall eingehalten werden. „Wir werden 1000 Euro für den Kindergarten spenden“, kündigte Kirberg an. Auch in Zukunft will die Gesellschaft Projekte und Einrichtungen in der Gemeinde fördern. „Für Anregungen sind wir dankbar.“ Auch trat er dem Gerücht entgegen, dass Windparkbetreiber erst nach Jahren erstmals Gewerbesteuer zahlen müssen. „Wir schreiben linear ab, was bedeutet, dass wird ab diesem Jahr zahlen.“

Mit Kai Petersen gibt es jetzt wieder einen SPD-Gemeindevertreter in Loose. Der 60-jährige Geschäftsführer der IG Metall in Rendsburg rückte für Britta Fries und Hans-Uwe Messerschmidt nach. Beide hatten ihre Mandate Ende 2015 niedergelegt. Weil die SPD-Liste jetzt erschöpft ist, bleibt der zweite SPD-Sitz in der Gemeindevertretung unbesetzt.

Grünes Licht gaben die Kommunalpolitiker für zukünftige Wohnbebauung am Mühlenweg. „Wir wollen die Erschließung machen“, sagte Bau- und Umweltausschussvorsitzender Michael Engel (WVL). Vier Einfamilienhäuser werden anvisiert. Laut Engel stehen 186000 Euro für Landkauf und Erschließung im Haushalt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3