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Mal Regen, mal Sonne und durchgehend beste Laune

Promenadenfest Strande Mal Regen, mal Sonne und durchgehend beste Laune

Sonne statt Regen! Der Wunsch erfüllte sich für die Organisatoren des ersten Strander Promenadenfestes am Sonnabend. Zwei Mal klarte es nach Schauern wieder auf. So kam Mitorganisator Jörm Clahsen auf die zufriedenstellende Zahl von 1000 Besuchern.

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Gut 1000 Gäste besuchten am Sonnabend das erste Strander Promenadenfest.

Quelle: Rainer I. Krüger

Strande. Ejup Krasniqi am Grillstand des Strandhotels ist gegen 16.30 Uhr sichtlich gut gelaunt. Wenn er gerade keine Bratwürste wendet, klatscht er mit Grillzange in den Händen im Takt der Musik. Nach dem Regen zur Eröffnung des Festes um 15 Uhr kommt jetzt die Sonne durch. Sänger Klaus Vaith vom Duo Hamburg Gossenhauer beansprucht die Wetterbesserung frech als seine Leistung. „Wir haben den Regen für euch weggespielt“, reklamiert er auch im Namen seinen Partners Malten Hansen, der ihn als Percussionist begleitet. Mit Oldies wie „Take me Home Country Roads“ oder“ I Shot The Sheriff“ hatten sie auch bei Regen für Stimmung gesorgt. „Mit gefällt der trockene Humor“, sagt Strandes Touristikchef Heiko Drescher zum Duo. Angesichts der immer zahlreicher werdenden Zuhörer gönnt er sich mit zwei Mitgliedern der AG Promenadenfest und Gemeindevertretern – Thomas Behrenbruch und Touristikausschussvorsitzenden Jörn Clahsen – ein Bier auf die Premiere. 

Angestoßen wird besonders stilecht. Pünktlich zum Promenadenfest hat nämlich der Strande-Becher Premiere. „Er wird gegen Pfand ausgegeben. Wer will, kann ihn behalten und hat so gleich ein Andenken“, erklärt Clahsen. Gefeiert wird auf dem Shared Space, der die Fahrbahn der Dorfstraße zwischen Strandlokal Alexy und Kaufmann Schröder einschließt, sowie vor den Restaurants. Im Alexy-Strandkorb haben es sich die Stranderin Susanne Krebs (38) mit ihren Töchtern Ella (1) und Lili (5) sowie Freundin Sarah Paape (37) gemütlich gemacht. „Wir wollten mit den Kindern raus und uns das Fest anschauen“, sagt Krebs. Dass die Feier gut ein Jahr nach Einweihung seine Berechtigung hat, steht für sie außer Frage. „Die Promenade ist schön geworden. Das kann man gut feiern.“ 

Nicht nur Einheimische tummeln sich in der Sonnenphasen auf der Flaniermeile. Silke und Mathias Hoffmann aus Kiel-Holtenau legen auf ihrer Radtour auf dem Fest eine Pause ein. „Wir haben gerade gebadet. Das schmeckt jetzt ein Bier. Hier ist es schön entspannend“, findet der 56-Jährige. Auch Dagmar Sucker aus Berlin ist zu Gast. Sie hat allerdings ein künstlerisches Angebot an die Küste gelockt. Im Zelt-Atelier von Ute und Jens Jacobsen hat sie Malzeit gebucht. „Es war immer mein Traum, am Strand zu malen. Wenn dann auch noch ein Fest läuft, ist das noch besser“, sagt sie, als sie eine Strander Ansicht aufs Bild bannt.

Auch durch den zweiten Regenschauer gegen 18 Uhr fällt das Fest nicht ins Wasser. Diesmal erweisen sich die 19 Musiker des Swing-Times-Orchestra Kiel als Stimmungsaufheller. Mit Kassikern wie „On the Sunny Side of the Street“ spielen auch sie, bis die Sonne wieder scheint. Für die Brüder Oliver (43) und Frederick Schott (43) ist das genau die richtige Atmosphäre, um mit den Strander Nachbarn Susanne Lange (51) und Christian Brengel (54) zu relaxen. „Alles passt. Das Ganze ist tausendmal besser als das frühere Hafenfest“, urteilt Oliver Schott.

Positiv sieht es auch Gastwirt Bruno Schneider die Premiere. „Jeder ist engagiert. Hier treffen sich Strander.“ Angesichts des Festes hat er einen Vorschlag an die Gemeinde. „Statt Shared Space sollte es Dorfplatz heißen. Mit dem Begriff können die Leute etwas anfangen.“ Schneider hat Lust auf ein weiteres Promenadenfest. So sieht es auch Clahsen. Allerdings könnte er es sich mit gutem Wetter noch schöner vorstellen. „Mit Hussen über Stühlen und Tischen wäre es stilvoller.“

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