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Marine zeigte ihre ganze Vielfalt

Eckernförde Marine zeigte ihre ganze Vielfalt

„Mal sehen, wie eng es da drinnen wirklich ist“, sagt Björn Zenner. Der Urlauber aus der Nähe von München war gestern einer von mehreren tausend Besuchern, die zum „Offenen Stützpunkt“ nach Eckernförde gekommen waren.

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Viele Gäste nutzen das „Open Ship“: Vor allem die U-Boote stehen im Blickpunkt, aber auch die Landungsboote (Foto) stoßen auf Interesse.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Und einer, der mit Losglück eines der U-Boote besichtigen durfte.

 Zenners Sohn Kilian ist schon ganz aufgeregt. Was ihn am U-Boot interessiert? „Dass es Geheimangriffe starten kann“, platzt es aus dem Zehnjährigen heraus. Doch noch ist Geduld gefragt. Denn pro Durchgang werden aus Sicherheitsgründen nur zehn Leute durch „U34“ geschleust. Anna Kupiec klettert bereits wieder aus dem Bootsinneren empor. Ihr Eindruck? „Unfassbar viel Technik“, sagt die Hamburgerin. Und noch etwas hat sie staunen lassen: „Eine kleine Küche und eine Dusche für 28 Mann Besatzung – das ist schon Wahnsinn.“ Die U-Boot-Fahren sehen das gelassen. „Man gewöhnt sich an alles“, lautet der Kommentar eines der Marinesoldaten.

 Zum „Open Ship“ laden an diesem Tag noch viele andere Schiffe. Der Tender „Main“ ist ebenso zu besichtigen, wie das Ölauffangschiff „Bottsand“, ein Landungsboot sowie der Minenjäger „Dillingen“. Während eine Transall im Tieflug über den Marinestützpunkt brummt, zeigt der Marineschlepper „Lütje Hörn“ seine Wendigkeit und aktiviert die Löschkanone. Das Seebataillon erklärt seine umfangreiche Einsatz-Ausrüstung, und Schwimmtaucher informieren am praktischen Beispiel über ihre Aufgaben.

 Auch in den Gebäuden des Marinestützpunktes gibt es einiges zu sehen. Die Wehrtechnische Dienststelle WTD 71 stellt ihre zivile Ausbildungswerkstatt vor, in der pro Jahr 14 neue Auszubildende für den Beruf des Elektronikers für Gerät und Systeme aufgenommen werden. „Der Bedarf ist da“, sagt Ausbildungsleiter Thomas Burkhardt. Bewerbungen für 2017 sollten bis Ende Oktober eingereicht sein. Auch Praktika sind möglich.

 Am Hafen reihen unterdessen Oldtimerfreunde von Militärfahrzeugen ihre teils historischen Wagen auf. Ein besonderer Hingucker ist der österreichischer Schützenpanzer „Saurer A1“ von 1960. „Manchmal muss man im Leben etwas Verrücktes machen“, erzählt der Frankfurter Marc Goehring mit einem Schmunzeln, der das demilitarisierte Kettenfahrzeug privat erworben hat. Der ehemalige Panzerfahrer und Technik-Freak mit Spaß am Geländefahren gesteht aber auch: „Die meiste Zeit verbringe ich in der Werkstatt.“

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Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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