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Spannender Fight um den Europa-Cup

Eckernförde Spannender Fight um den Europa-Cup

Sportliche Leistung allein ist nicht alles. Auch die Technik muss mitspielen. Das musste der Maritime Fünfkämpfer Matthias Wesemann gestern leidvoll beim Sechs-Nationen-Turnier um den Europa-Cup im heimischen Marinestützpunkt in Eckernförde erfahren.

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Zu Beginn des Amphibischen Geländelaufs lag der Maritime Fünfkämpfer Matthias Wesemann (rechts) beim Sechs-Nationen-Turnier noch in der Gesamtführung. Beim Rennen mit Jacek Sliwinski (links) und Mads Lunde streikte aber das Gewehr. So langte es nur für Platz zwei im Gesamtklassement, das Sliwinski gewann.

Quelle: Rainer Krüger

Eckernförde. Bei der letzten Disziplin, dem Amphibischen Geländelauf, streikte sein Gewehr. „Ich musste drei Mal nachladen. Das hat entscheidende Sekunden gekostet. Nach 13 Jahren werde ich mich jetzt von der Waffe trennen“, sagte der amtierende Einzelweltmeister in der Soldatensportart unmittelbar nach dem Rennen. Denn mit den Technikproblemen hatte der bis dahin führende Wesemann im direkten Vergleich mit seinem Topverfolger Jacek Sliwinski aus Polen das Nachsehen. Sliwinki gewann den Geländelauf in 10:26,6 Minuten und damit auch die Gesamtwertung (6153 Pluspunkte). Für Wesemann (11:30,2) langte es in der Endabrechnung immerhin noch für Rang zwei (6054).

 Sehr zufrieden war der Leiter der Eckernförder Sportfördergruppe der Bundeswehr, Lars Apitz, auch mit der Leistung von Giacomo Gellert. Der Dritte der jüngsten WM war nach einem Grippeinfekt am Dienstag mit drei Wochen Trainingspause ins Turnier gestartet. Mit 11:21,7 Minuten wurde er Dritter im Geländelauf und auch in der Gesamtwertung (6008) von 26 Startern. In der Nationenwertung kamen die Gastgeber mit den weiteren Startern Domenique Bogs und Dirk Schulke hinter Polen (23933) auf den zweiten Platz (23788) vor Dänemark (23246), Schweden (23090) und Finnland (22866). Außerhalb der Teamwertung lief der Südkoreaner Jaehyeong Park. Sein Start hat mit dem Jahreshöhepunkt im Terminkalender der Maritimen Fünfkämpfer zu tun. „Anfang Oktober laufen die 6. Militär-World-Games in Südkorea, quasi die Olympischen Spiele der Militärsportarten. In diesem Rahmen findet auch die Weltmeisterschaft im Maritimen Fünfkampf statt. Park und seine Teamkameradin Hye-Lin Bang starteten in Eckernförde, um Wettkampfpraxis zu bekommen“, erklärte Apitz. Park schlug sich im Vergleich achtbar. Mit nur einem Punkt Rückstand auf den Schweden Anton Linden belegte er Rang 26 (5210).

 Für Wesemann, der auch Trainer der Maritimen Fünfkämpfer ist, machte das Ergebnis Mut für die WM. „Wir haben gesehen, dass wir als Team mit den Mannschaftsweltmeistern aus Polen mithalten können“, sagte er. Für ihn selbst wird in Südkorea der letzte große Auftritt als Aktiver sein. 2016 will der 34-jährige vierfache Einzelweltmeister nicht mehr als Sportler starten.

 Wesemann ist optimistisch, dass die Deutschen auch ohne ihn weiter in der Weltspitze mitmischen. Anlass zur Hoffnung gibt ihm beispielsweise die Athletin Irène Porschhöfer. „Mit 5853 Punkten hat sie eine neue Bestmarke vorgelegt“, weiß er. Damit landete sie nur knapp auf Platz vier unter zehn Maritimen Fünfkämpferinnen. Auch bei der Gesamtachten Wencke Steensen sieht Apitz noch Potenzial. „Sie ist als Schwimmerin zur Sportfördergruppe gekommen. Erfahrungsgemäß dauert es dann etwas, bis sich die Leistungen in den Laufdisziplinen steigern“, sagte er.

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