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Plötzlich war die Wippe weg

Ärger in Gettorf Plötzlich war die Wippe weg

Enttäuschte Kinder, grollende Eltern: Von den Spielplätzen am Lindenhof und Lindentor in Gettorf sind plötzlich Wippe, Rutsche und Kletterseile verschwunden.

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Der Spielraum wird enger

Piet (5) weicht auf die Schaukel aus, weil das Multifunktionsspielgerät vom Spielplatz am Gettorfer Lindenhof entfernt wurde. Mutter Karina Vogt hofft auf schnellen Ersatz.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Am Montagabend im Sozialausschuss drückten Erziehungsberechtigte ihre Verwunderung darüber aus. „Die Kinder sind sehr traurig, weil das heiß geliebte Spielgerät abgerissen wurde“, monierte ein Anwohner vom Lindenhof. Aufgrund des Frustes herrschte Einigkeit im Ausschuss, dass für die beiden Spielplätze baldmöglichst Ersatzgeräte beschafft werden sollen. Heute Abend, 19.30 Uhr, kommt das Thema in die Gemeindevertretung, denn der Haushalt enthält keine Mittel für Neuanschaffungen.

 Der Rasen auf dem Lindenhof-Spielplatz ist hellgrün, wo einmal das Multifunktionsgerät mit Sprossenleiter, Rutsche und Balken stand. Während Piet (5) auf die Schaukel ausweicht, hofft seine Mutter Karina Vogt auf zügigen Ersatz. In der Sitzung berichtete ein Vater, dass die Kinder auf der Straße spielten, wo sich längst nicht jeder Autofahrer an die Tempobegrenzung halte. Kurzfristig werde eine Lösung gebraucht. Zumal der Spielplatz von rund 30 Kindern besucht werde. „Uns ist das Problem bewusst“, sagte Ausschussvorsitzende Bodil Busch (Grüne). Um die Attraktivität der Spielplätze zu steigern, gebe es einen fraktionsübergreifenden Arbeitskreis, der über den Abbau jedoch nicht informiert worden sei. „Wir waren genauso überrascht“, bekräftigte dessen Sprecher Mario Andresen (SPD) mit Blick auf Anrufe besorgter Eltern. Nach Angaben von Sönke Jacobsen vom Amt Dänischer Wohld wurden die Spielgeräte nach einer Überprüfung durch einen Sachverständigen wegen Mängel abgebaut. Laut Verwaltung enthält der Haushalt keine Mittel für die Neuanschaffungen von Spielgeräten, sondern lediglich für deren Instandhaltung. Zusätzliches Geld müsste Kämmerer Dirk Schwauna zufolge außerplanmäßig bereitgestellt werden. Tenor im Ausschuss: Auf den Spielplätzen am Lindenhof und Lindentor soll kurzfristig Ersatz geschaffen werden. Dem Arbeitskreis zufolge gibt es weitere Baustellen. So trug Andresen aus einem Spielplatz-„Masterplan“ vor. Unter anderem sieht das Papier die Beschaffung von Spielgeräten in der Eichstraße vor.

 Für Diskussionsstoff sorgte zudem die sogenannte Aktivachse im neuen Gettorfer Sportpark. Für die Grundausstattung des Freizeitparcours mit Laternen, Bäumen und Sitzbänken waren bereits 83200 Euro bewilligt worden. Im Ausschuss erhielt nun ein SPD-Antrag grünes Licht, wonach die Verwaltung die Förderfähigkeit weiterer Bausteine für die Aktivachse durch die Aktivregion Hügelland am Ostseestrand prüfen soll. Wie Fraktionsvorsitzender Kurt Arndt einräumte, wäre das mit einer Co-Finanzierung durch die Gemeinde verbunden. „Es soll ein Treffpunkt werden“, warb Bodil Busch dafür. Als mögliche Elemente nannte die Ausschussvorsitzende eine Grillhütte, einen Sinnespfad oder Spielgeräte. Thorsten Wilke (FDP) wunderte sich angesichts der leeren Kassen, dass im Ausschuss über zusätzliche Ausgaben nachgedacht werde.

 Zudem gaben Lars Witte und Jens Haese einen Einblick in die Arbeit des Jugendbeirates mit Filmen, Geocaching und Longboard-Wochenende. Der Filmemacher Claus Oppermann warb im Ausschuss für eine Fortsetzung des Kino-Projektes des Gefi-Teams (Gefi steht für Gettorf-Film) – mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde, da die Förderung durch den Bund ausgelaufen sei.

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