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Unbändige weibliche Kraft am Strand

Eckernförde Unbändige weibliche Kraft am Strand

Sie ist, so sagt ihr Erbauer, ein Symbol für die Befreiung, aber auch der weiblichen Kraft. Eckhard Kowalke, der vor 18 Jahren eine vier Meter große Nixe schuf und am Eckernförder Strand aufstellte, will die Metallskulptur künftig mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken.

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Welche Geschichte steckt hinter der Nixe am Eckernförder Strand? Die Autorin Eike Eschholz, Musiker „Larry“ Krause und Künstler Eckhard Kowalke (von links) gestalten eine musikalische Lesung um „Mareminde“, die Nixe, die aus dem Meer stieg.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. So ist für Donnerstag, 30. Juli, 20 Uhr, eine musikalische Lesung an der Nixe, die künftig den Namen Mareminde tragen wird, vorgesehen.

Die Autorin Eike Eschholz wird am Lagerfeuer unterhalb des Kunstwerks aus ihrer Sage über Mareminde lesen. Der Gitarrist „Larry“ Krause präsentiert eine dazu passende eigene Komposition und wird die Lesung musikalisch mit weiteren Songs begleiten.

Kowalke erbaute die Meerjungfrau mit den ausladenden weiblichen Attributen 1997 aus Metallplatten, die miteinander vernietet wurden. Sein gut gemeintes Geschenk an die Stadt fand anfangs allerdings nicht die Zustimmung, die er sich erhofft hatte: Der Künstler wurde als frauenfeindlich, sein Werk als sexistisch beschimpft. Die Aufregung hat sich zwar längst gelegt, doch spurlos, ist die Kritik nicht an ihm vorübergegangen. Der 63-jährige gebürtige Bremer, der seit vielen Jahren in Eckernförde lebt und arbeitet, beruft sich auf eine Geschichte, nach der Neptun die aufbegehrende Nixe auf den Meeresboden verbannt und dort in Ketten gelegt hat. Mit unbändiger weiblicher Kraft habe sie sich ihrem Schicksal entziehen und sich befreien können. Am Strand vor Eckernförde sei sie schließlich an Land gegangen.

Das Kunstwerk ist ab sofort auch als Replik, als Schlüsselanhänger und auf Kaffeebechern erhältlich.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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