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Meerkohl in voller Pracht

Rarität in Strande Meerkohl in voller Pracht

Meerkohl leuchtet auf dem steinig-sandigen Strand vor Bülk in Strande in üppigen Grün-, Rost- und Gelbtönen. Die vielfältige Küstenvegetation ist selten geworden und steht deshalb streng unter Schutz.

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Der Meerkohl ist eine wertvolle und geschützte Strandpflanze, die immer weiter zurück gedrängt wird.

Quelle: Cornelia Müller

Strande. Sind Badestrände stark besucht, hat der natürliche Pflanzennachwuchs kaum Chance emporzukommen – es sei denn, man weist Schutzzonen aus. Auf dem Kurstrand von Strande hatte die stachelige Kartoffelrose (Rosa rugosa), die ursprünglich aus Asien stammt, die typische Ostseeküstenvegetation völlig überwuchert. Als Promenade und Dünenbereich auf Vordermann gebracht wurden, ließ die Gemeinde auch die aggressiv wuchernde Rose entfernen.

Viel breiter, wie erhofft, ist die Liegefläche für Sonnenanbeter dennoch nicht geworden. Sie wird es auch künftig nicht. Bürgermeister Holger Klink: „Wir haben von der Unteren Naturschutzbehörde die Erlaubnis, die Rose im Zaum zu halten und weiter zurückzudrängen. Doch der Meerkohl zum Beispiel, der sich jetzt erholt, ist schützenswert. Im Bereich des Bistros Das Kaiser zum Beispiel muss er stehen bleiben“, bittet er um Rücksichtnahme. „Dieser Strandbewuchs darf nicht betreten werden.“

Auf einen kleinen Zaun, wie vor den Dünen, verzichtet man mitten auf dem Strand bewusst, „weil er hier zur Stolperfalle werden kann“. Der Echte Meerkohl (Crambe maritima, auf dem Foto vorn) ist Ur-Ahn anderer Kohlarten wie Schwarz- und Grünkohl. Heute ist die Ernte zu seinem Schutz untersagt. Schmetterlingsraupen dürfen dagegen gern von seinen dickfleischigen breiten Blättern naschen. Aus ihnen entwickelt sich der Große Kohlweißling.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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