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Mehr Sicherheit aus dem Schlauch

DLRG in Eckernförde Mehr Sicherheit aus dem Schlauch

In Gefahrensituationen – insbesondere bei Katastropheneinsätzen – kann dem Rettungstaucher schnell die Luft ausgehen. Abhilfe schafft ein neues Tauchgerät, das auf einem Schlauchleitungssystem basiert.

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Tauchbeauftragter Michael Schnurbus (links) und Taucher Sven Steinicke demonstrieren das Schlauchsystem.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Es versorgt den Taucher mit Atemluft von oben. Die eigene Pressluftflasche dient dann nur noch als Reserve. Freitag wurde in Eckernförde das bundesweit erste Gerät für die DLRG übergeben.

 Dunkle, verwinkelte Keller bei Überschwemmungen, starke Strömungen bei Einsätzen in Flüssen oder an Deichen – unter solchen Bedingungen kann ein Rettungstaucher mit einem autonomen Tauchgerät schnell in Schwierigkeiten geraten. Bei anstrengenden Arbeiten, so der Bundesbeauftragte für Tauchwesen der DLRG, Michael Schnurbus, ist eine Pressluftflasche schon mal nach zehn Minuten erschöpft. Wenn dann dem Taucher auch noch der Rückweg versperrt ist, kann es schnell kritisch werden.

 Mit dem Schlauchleitungssystem, das zusätzlich zur autonomen Pressluftflasche eingesetzt wird, steht dagegen Luft für viele Stunden zur Verfügung. An den Schlauch können laufend neue Atemflaschen angeschlossen werden und er bildet eine feste Verbindung zum Taucher. Weitere Technik kommt hinzu: Neben dem 80 Meter langen Schlauch verfügt das System über eine Sprechverbindung und über eine leistungsstarke Kamera, die Bilder auf einen Monitor an Land überträgt.

 Nächstes Jahr sollen in Eckernförde bundesweit DLRG-Rettungstaucher an dem neuen Gerät ausgebildet werden. Gestern wurden im Ostseebad die künftigen Ausbilder geschult. Ziel ist es, dass nach und nach alle Landesverbände das Luft-System erhalten, dessen Preis – je nach Ausstattung – zwischen 25000 und 50000 Euro liegt. „Für uns ist das Gerät ein wichtiger Sicherheitsfaktor“, betont Schnurbus. „Wir wollen unsere Taucher auch in prekären Situationen sicher ins und aus dem Wasser bringen.“ Stationiert wird das Schlauchsystem in Rendsburg.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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