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Ministerin zeigt Wertschätzung

Jugendhaus Schloss Noer Ministerin zeigt Wertschätzung

Im Rahmen einer Freizeitstättenfahrt besuchte Sozialministerin Kristin Alheit auch das Jugendgästehaus Schloss Noer. Der Landesjugendring hatte die Tour initiiert, um auf die Bedeutung von Kinder- und Jugendreisen aufmerksam zu machen.

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Landessozialministerin Kristin Alheit (3. v. links) sah sich mit Melf Behrens, Dorothee Hamprecht, Volker P. Möller, Verena Winter (von links) das Jugendgästehaus Schloss Noer an.

Quelle: Rainer Krüger

Noer. Als Kristin Alheit am Donnerstag über der Schwelle des Jugendgästehauses Schloss schreitet, ertönt eine Melodie aus Mozarts Zauberflöte. „Es ist schön, ein volles Haus zu besuchen, in dem Musik gelebt wird“, beschreibt die SPD-Landeministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung ihren ersten Eindruck. Mit 24 Vertretern von Organisationen und aus der Politik informiert sie sich auf der Freizeitstättenfahrt des Landesjugendrings über Zielorte für Jugendreisen.

 „Ich hatte diesmal die Chance, dabei zu sein“, sagt Alheit. Volker P. Möller, Vorsitzender des Vereins Gesellschaft für Jugendeinrichtungen, macht klar, dass musizierende Jugendgruppen in Noer normal sind: „Die Mehrzahl der Gruppen kommt, um Musik zu machen. Das liegt an der guten Akustik der Räume.“ Dem Verein gehört das Schloss. 143 Betten hat das Jugendgästehaus nach Angaben von Schloss-Leiterin Dorothee Hamprecht. Mit 23000 Übernachtungen pro Jahr sei es gut ausgelastet.

 Alheit sieht die Fahrt als Gelegenheit, die Arbeit rund um Jugendfreizeiten und deren Betreuung Wert zu schätzen. „Jugendgruppen und Familien brauchen Unterkünfte und Angebote, die erschwinglich und dennoch qualitativ hochwertig sind. Ich freue mich daher, dass sich der Landesjugendring dafür einsetzt, auf die über 250 Freizeitstätten im Land aufmerksam zu machen.“

 Zur Wertschätzung Alheits zählt es auch, den Akteuren zuzuhören. Melf Behrens aus dem Landesjugendringvorstand spricht einen Wunsch aus. „Für Zeiten als Jugendgruppenleiter sollten Studenten von den Hochschulen freigestellt werden“, fordert er. Alheit erwidert, dass es dafür keine allgemeine Regelung geben kann, sondern jede Hochschule selbst verantwortlich ist. Sie will das Anliegen aber zur Sprache bringen. An geltenden Verdienstausfallausgleich für Jugendgruppenleiter soll festgehalten werden.

 Ein weiteres Problem formuliert Anne-Gesa Busch, Geschäftsführerin des Landesjugendrings, denn die Rahmenbedingungen für Kinder- und Jugendreisen innerhalb von Schleswig-Holstein würden immer schlechter werden. „In vielen Kommunen wird die Förderung von Ferienfreizeiten immer weiter zurückgefahren.Der direkte Austausch mit der Ministerin beeindruckt Verena Winter. Die Kielerin ist gerade frisch in den Landesjugendringvorstand gekommen. „Die Fahrt macht mir Mut für die weitere Arbeit.“

 Auch ein Blick Möllers auf die Geschichte von Schloss Noer gehört zur Visite. „Der Verein erwarb das Schloss mit Nebengebäuden, Mausoleum und 15,53 Hektar 1960 für 350000 Mark. Anschließend wurden auch mit Fördermitteln 5,5 Millionen Mark investiert. 1967 kamen die ersten Gäste.“ Und auch in Zukunft solle die Ausstattung durch mehr Zimmer mit Dusche und WC verbessert werden.

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