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Nooröffnung nimmt Formen an

Ministerium Nooröffnung nimmt Formen an

Erst die Wasserfläche, dann die Bebauung. Das ist die Prämisse, die das Ministerium in Kiel für die Umsetzung des Eckernförder Stadtentwicklungsprojekts Nooröffnung ausgegeben hat. Grund: So ließe sich die Vermarktung der Wohnbauflächen an der Nooröffnung besser einschätzen.

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Der Blick auf die Noorterrassen des Steindamms mit dem Durchlass zum Innenhafen. Rechts sind zwei der drei geplanten Solitärgebäude zu sehen.

Quelle: Büro PPP

Eckernförde. Im Bauausschuss stellten Dienstagabend die Planer vom Büro Petersen, Pörksen, Partner (PPP) den aktuellen Stand des Vorhabens vor.

Dort, wo in den 1920er-Jahren das Noor zugeschüttet worden war, um Gewerbe anzusiedeln, soll jetzt wieder eine Wasserfläche entstehen. Er bewundere den Mut der Stadt, dieses Projekt tatsächlich umzusetzen, sagte Architekt und Stadtplaner Klaus H. Petersen. Es gehe um das grundsätzliche Orts- und Landschaftsbild von Eckernförde – und da stecke viel Arbeit drin. Am Steindamm treffen mit der Nooröffnung zwei unterschiedliche Qualitäten wie der Naturraum Noor und die Innenstadt samt Hafen zusammen. „Das ist unglaublich für die Ostseeküste“, sagte Petersen.

Im Teilbereich I der Planung geht es um den Steindamm mit den Noorterrassen, deren Stufen sich zur neu zu schaffenden Wasserfläche hin absenken. Am Ostufer der Nooröffnung wird ein Weg mit Sitzgelegenheiten entlangführen. Über dem südlichen Noordurchlass soll eine Brücke entstehen, die den Weg mit dem Westufer verbindet, das eine grüne, „weiche“ Gestaltung mit Schilfzone und Wiesen erhält. Das Ostufer der Nooröffnung bekommt dagegen eine „harte Kante“ mit einer Bebauung, die den Innenstadtrand abgrenzt. Angedacht ist zudem eine Wegeverbindung unter der B76-Brücke hindurch zum Noorwanderweg.

Im nördlichen Bereich der Nooröffnung sollen drei solitäre Gebäude für Gewerbe und Wohnen entstehen. Sie sollen eine moderne Architektursprache bekommen, sich aber mit roten und braunen Walmdächern an die umgebende Bebauung anpassen. Im nordwestlichen Areal an der Noorstraße kann ein Gebiet für Freizeitnutzung ausgewiesen werden. Auf dem ehemaligen HaGe-Gelände der Nooröffnung sind nach Angaben der Planer keine schädlichen Bodenverunreinigungen festgestellt worden.

Zu den eingegangenen Stellungnahmen zum Projekt hieß es, dass mögliche Hochwassergefahren berücksichtigt worden seien. Lärmschutz- und Verkehrsgutachten wurden erstellt. Und auch der Einfluss der geänderten Verkehrsführung über den Steindamm auf die Ausrückzeit der Feuerwehr ist untersucht worden. Demnach ergeben sich „keine signifikante Veränderungen“. Ein wichtiger Punkt ist auch die Steuerung des Wasserstandes im Noor. Nach Angaben von Ingenieur Boris Lass soll ein Wehr den Wasserstand regulieren und Fluttore den Hochwasserschutz bilden. „Beides ist steuerbar.“ Die Entwicklung der Wasserqualität des Noores soll über ein Monitoring überwacht werden.

Bürgermeister Jörg Sibbel erinnerte zu Beginn noch einmal an die Historie des Stadtentwicklungsprojekts Nooröffnung, die 2006 mit dem Stadtumbau-West-Programm auf der Grundlage des ISEK-Gutachtens (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) begann. 2008 wurde das Vorhaben über den Rahmenplan Innenstadt konkretisiert, und 2010 gewann das Büro PPP den Wettbewerb zur Nooröffnung. Der Siegerentwurf wurde anschließend weiter verfeinert mit Blick unter anderem auf leistungsfähige Verkehrsbeziehungen sowie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Noch unklar ist, ob Aldi/Reeperbahn eine Ersatzfläche an der Nooröffnung angeboten wird oder der Discounter ganz auf einen Standort dort verzichtet. Laufen die Planungen und die Finanzierung gut durch, könnte die Schaffung der Wasserfläche noch in 2017 beginnen.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
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