24 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
MTV plant großen Wurf

Dänischenhagen MTV plant großen Wurf

Begrenzte Hallenzeiten, eine marode Laufbahn, zu wenig attraktive Sportangebote – beim MTV Dänischenhagen hakt es an vielen Ecken. Mit dem Konzept Zukunft 2020 plant der Verein jetzt den ganz großen Wurf: eine Mehrgenerationenhalle.

Voriger Artikel
Hospiz zwischen Kiel und Eckernförde?
Nächster Artikel
Nah dran an der Realität

Die Arbeitsgruppe des MTV Dänischenhagen bestehend aus Axel Schulz, Jörg Petersen, Ekkehard Krull, Jürgen David und Michael Krohn (von links) wollen den Verein fit für die Zukunft machen.

Quelle: Lutz Timm

Dänischenhagen. Dänischenhagen. Begrenzte Hallenzeiten, eine marode Laufbahn, zu wenig attraktive Sportangebote – beim MTV Dänischenhagen hakt es an vielen Ecken. Mit dem Konzept Zukunft 2020 geht der Verein dagegen jetzt in die Offensive und plant den ganz großen Wurf. Am Montagabend stellte die Arbeitsgruppe Sportinfrastruktur ihre Vision von einer Mehrgenerationenhalle am Sportheim vor. Auch mit Lösungsansätzen für andere Baustellen in dem Sportverein stießen die Referenten bei den rund 60 Zuhörern aus der Mitgliedschaft und Kommunalpolitik auf überwiegend offene Ohren.

 „Ich habe keine Lust, Verwaltung zu machen. Ich möchte die Zukunft gestalten – für den Verein und den Ort Dänischenhagen“, gab sich Ekkehard Krull, Vorsitzender des MTV Dänischenhagen und Mitglied der Arbeitsgruppe Sportinfrastruktur, kämpferisch und hatte dabei die „Attraktivität des gesamten Vereins“ im Blick. Rund eineinhalb Jahre habe sich die siebenköpfige Arbeitsgruppe mit Umfrageergebnissen, der Sportentwicklungsplanung, der Gemeinde und Sportverbänden auseinandergesetzt und an der Strategie gebastelt. Ergebnis: Ein saniertes Vereinsheim mit angeschlossener Sporthalle muss her, dazu eine zielgruppengerechte Erweiterung des Sportangebots. Auch die lange aufgeschobene Sanierung der Laufbahn und der Fußballplätze ist nach den Ergebnissen der Arbeitsgruppe dringend erforderlich. „Wir werden an den Maßnahmen nicht vorbeikommen“, machte Krull deutlich. Dies ginge jedoch nur in Abstimmung mit der Politik. „Wir wollen von Anfang an ein Miteinander und keine Alleingänge.“

 Im Mittelpunkt der Planungen steht der Anbau. Eine flexible Mehrgenerationenhalle soll der akuten Raumnot entgegenwirken. „Zurzeit müssen die Wettkampfsportler in einer Zweidrittel-Halle trainieren, weil das letzte Drittel von anderen Gruppen genutzt werden muss“, erklärte der Vorsitzende. Das sei kein tragbarer Zustand, zudem müsse der Verein sein Angebot ausweiten, um auf die Bedürfnisse der Mitglieder eingehen zu können. Die geplante Halle solle daher auf rund 300 Quadratmetern auch Platz für neue Sparten bieten. Zusätzlich sollen in dem Anbau weitere Umkleide- und Sanitärräume untergebracht werden. „Es soll eine Halle für alle sein und auch der Gemeinde für alle Arten von Veranstaltungen zur Verfügung stehen“, bekräftigte Krull.

 Mit der Sanierung der Laufbahn (550000 Euro), der Sportheimsanierung (180000), der Umgestaltung der Sportplätze (60000) sowie dem Anbau (850000 bis 1 Million) kommen grob geschätzte Kosten von 1,65 bis 1,8 Millionen Euro zusammen. Die Frage der konkreten Finanzierung ließ das Konzept offen, unterschiedliche Ansätze sollen gemeinsam mit der Gemeinde entwickelt werden. Die positiven Reaktionen der Besucher ließen denn auch eine zufriedene Arbeitsgruppe zurück, die sich sicher ist: „Jetzt kommt Fahrt in die Sache.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3