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Innenhöfe neu beleben

Altstadt Innenhöfe neu beleben

Der Bebauungsplan für das Gebiet „Nördliche Altstadt“ in Eckernförde soll geändert werden. Bisher lautete die Vorgabe: Wer ein Bestandsgebäude saniert, muss den Innenhof entkernen. Künftig soll die gewachsene Struktur in den Höfen mit den Nebengebäuden erhalten bleiben können.

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Blick auf die Frau-Clara-Straße: Sie ist geprägt durch Gewerbe und Wohnen und begrenzt den westlichen Teil des B-Plan-Gebiets.

Quelle: Rohde

Eckernförde.  Im Bauausschuss wurde kürzlich der „erste Aufschlag“ für die B-Plan-Änderung vorgestellt.

 Das Plangebiet umfasst ein 3,6 Hektar großes Altstadt-Areal zwischen Schiffbrücke, Jungfernstieg, Ottestraße und Frau-Clara-Straße. Ausgangspunkt für die Änderung sind mehrere „Entwicklungsbegehren“ zur Sanierung von bestehenden Gebäuden. Bei den Clara-Höfen und der Bonbonfabrik habe die Belebung der Innenhöfe gut funktioniert, so die beauftragten Planer. Ähnliches soll auch in anderen Innenbereichsflächen möglich sein.

 Die B-Plan-Änderung soll die kleinparzellierte, homogene Altstadtstruktur bewahren und ein Augenmerk auf das Spannungsfeld zwischen „innen und außen“ legen. Innenhöfe sollen zugängig gemacht und belebt werden können. Kleinere Gewerbebauten und Nebengebäude sollen möglich sein. Derzeit sind die Innenbereiche der Gebäudeblocks noch als private Grünflächen festgelegt. Bei einer Sanierung von Bestandsgebäuden müsste der Innenhof entkernt werden.

 Im nördlichen B-Plan-Bereich zum Hafen hin und in der Frau-Clara-Straße sollen gemischte Nutzungen festgeschrieben werden, im inneren Bereich Wohnnutzung. Von den Bauhöhen her sollen maximal zwei Geschosse zugelassen werden. Um einen Nebengebäude-Charakter zu erhalten, sind für Innenhofbereiche niedrigere Höhen als außen vorgesehen. Ferner wird mehr Grün im Straßenbereich und an den Fassaden angeregt

 Sören Vollert (Grüne) hakte nach, ob die Festlegung auf Zweigeschossigkeit nicht dazu motiviere, eingeschossige Bauten abzureißen und höher zu bauen. Die Planer erwiderten, dass eine Belebung der Altstadt auch Investitionsanreize brauche sowie eine Gleichbehandlung gefordert sei. Der B-Plan befindet sich derzeit noch im Stadium des Vorentwurfs. Der Satzungsbeschluss wird für Mai 2016 erwartet. Im Spätsommer soll die Änderung des Flächennutzungsplanes folgen.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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