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Feinschnitt für schöne Flächen

Gettorf Feinschnitt für schöne Flächen

Im Sommer gleicht das Mähfahrzeug einer Sauna. „Es war kaum auszuhalten“, denkt Werner Schäfe an die schweißtreibenden Zeiten ohne Klimaanlage zurück. Ohne kühles Lüftchen kann sich der Gettorfer Bauhofmitarbeiter die Mäharbeiten auf der Sportanlage am Ringweg jetzt kaum noch vorstellen. Immerhin benötigt der 62-Jährige für zwei Spielfelder drei Stunden.

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Diverse Hecken, Büsche und Sträucher muss Bauhofleiter Ortwin Schröder, der gerade im Schlepper sitzt, im Sommer schneiden. Im Winter trägt das Fahrzeug übrigens vorn ein Schneeschild, hinten einen Behälter mit Streugut.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. „Man darf nicht zu schnell mähen, weil sonst Absätze im Rasen entstehen“, erklärt Schäfe, der seit 31 Jahren im Bauhof arbeitet.

Ob nun Rasenmähen, Rabatten säubern, Unkraut entfernen oder Hecken schneiden: Auch im Sommer hat das achtköpfige Bauhof-Team unter der Leitung von Ortwin Schröder allerhand zu tun. „So müssen wir neu gepflanzte Bäume wässern“, berichtet der 60-Jährige. Für den Job nutzen sie ein Fahrzeug mit einem 2000-Liter-Wassertank. „Im Bürgerpark wurden Bäume gepflanzt, nachdem Orkan Christian so einiges umgeweht hatte“, blickt Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) zurück. Er weiß um das „vielfältige Aufgabenfeld“ inklusive Verkehrsinseln, Wanderwegen und Plätzen, um die sich die kommunale Einrichtung zu kümmern hat. Und Gettorf wachse aufgrund seiner Neubaugebiete inklusive Grünflächen weiter – der Ort zähle mittlerweile rund 7300 Einwohner. Zur Entlastung des Bauhofes hat die Gemeinde laut Baasch die Pflege einiger Rabatten (Schröder: „Kleinstflächen“) an eine Landschafts- und Gartenbaufirma vergeben.

„Doch um den Großteil kümmern wir uns“, betont Ortwin Schröder. Der Gettorfer leitet den Bauhof seit 18 Jahren. Nicht nur auf der Sportanlage, sondern auch an Kindertagesstätten und Spielplätzen muss der Rasen gemäht werden. Zudem befüllt das Team dort jährlich die Sandkisten frisch und repariert bei Bedarf die Spielgeräte. „Nach dem Regen schießen die Sträucher geradezu aus der Erde“, sagt Schröder, dessen Team allerhand Fahrzeuge und Geräte zur Verfügung stehen hat. Immerhin soll der Bauhof die Gemeinde mit Schlepper, Unimog und Wildkräuterbürste attraktiv halten. So sorgen 30 Pflanzkübel in Gettorf für bunte Farbtupfer. Schröder: „Im Frühjahr haben wir dort Hornveilchen gepflanzt und im Sommer Eisbegonien.“ Zumal der Bürgermeister die Ortsmitte als „Aushängeschild“ betrachtet: „Das Zentrum hat Vorrang.“ Deshalb könne nicht jeder Graben am Ortsrand sofort gemäht werden – obwohl sich dies einige Bürger am Telefon eindringlich wünschten.

Dass die Bauhofmitarbeiter nicht über Langeweile klagen, belegt Schröder mit Zahlen. Sie entfernen Laub aus 1300 Gullys. Es gibt 1250 Straßenlaternen, an denen bei Bedarf die Leuchtmittel gewechselt werden. Montags leeren sie die 155 Abfallbehälter in der Gemeinde. Zudem müssen sie dafür sorgen, dass immer genügend Hundekotbeutel in den 35 Tütenspendern vorhanden sind. Ein Job hat hingegen noch Zeit: Bei Schnee und Eis leistet der Bauhof auch Winterdienst. Schröder: „Das Streugut ist schon eingelagert.“

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