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ÖPNV auf andere Art

Mitfahrerbänke ÖPNV auf andere Art

Wer ohne Führerschein und Auto auf dem Land lebt, hat’s manchmal schwer. Also sind alternative Mobilitätskonzepte gefragt – zum Beispiel sogenannte Mitfahrerbänke. Die Gemeinden Noer und Osdorf haben im vergangenen Jahr solche Bänke aufgestellt. Jetzt will auch Schinkel folgen.

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Beide sind zwar selbst nicht auf die Mitfahrerbank angewiesen. Aber Gemeindevertreter Timo Wölki (WgO; li.) und Seniorenbeiratsvorsitzender Timo Wölki fänden es gut, wenn die Osdorfer dieses Angebot besser annehmen würden.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Schinkel/Osdorf/Noer. Eine Mitfahrerbank, das ist den Initiatoren klar, ersetzt keine Buslinie. Doch sie kann neben Seniorenfahrdiensten und Jugendtaxis dazu beitragen, ohne große Investitionskosten die Mobilität auf dem flachen Land zumindest ein kleines Stück zu verbessern.

In Osdorf steht seit Anfang September eine Mitfahrerbank an der Landestraße 44 kurz vor dem Ortsausgang in Höhe Meierei. Ein Bürger hatte die Kommunalpolitiker auf die Idee gebracht, eine solche Bank aufzustellen. Wer auf der Bank Platz nimmt, signalisiert damit vorbeikommenden Autofahrern, dass er nach Gettorf mitgenommen werden möchte. Auch für den Rückweg ist jetzt gesorgt. Auf Vorschlag von Timo Wölki (WgO) wurde im Januar auch eine Mitfahrerbank an der L44 in Gettorf Höhe Autohaus Kuntz aufgestellt. Dort können sich Osdorfer einfinden, die nach Hause mitgenommen werden möchten.

Timo Wölki, der Sozialausschussvorsitzende Werner Tietje-Zander (SPD) und der Seniorenbeiratsvorsitzende Horst Trube sind selbst nicht auf die Mitfahrerbank angewiesen. Aber alle Drei stehen hinter diesem Angebot, dass sich im Übrigen nicht nur an Senioren richtet, sondern an alle Altersgruppen. „Schade ist nur, dass die Mitfahrerbank bisher nur zögerlich angenommen wird“, sagt Tietje-Zander. 

In der Nachbargemeinde Noer ist das nicht anders. Wie Bürgermeisterin Sabine Mues (CDU) berichtet, sieht sie an den Mitfahrerbänken, die vor einem einem halben Jahr am Ortsausgang Noer vor der Kreuzung und in Lindhöft an der Kreuzung Alte Dorfstraße/Gettorfer Weg aufgestellt wurden, nur selten Leute. „Ich würde sofort anhalten, wenn dort jemand sitzen würde und mitgenommen werden möchte“, versichert Sabine Mues. Ein finanzielles Risiko musste die Gemeinde nicht eingehen. Die Bänke wurden mit Bordmitteln beschafft, und so musste lediglich in Aufkleber investiert werden. „Die haben uns acht Euro gekostet“, so die Bürgermeisterin.

Auch in Schinkel sollen jetzt Mitfahrerbänke aufgestellt werden – eine in Richtung Gettorf und eine in Richtung Kiel. Die Mitglieder des Sozialausschusses unterstützten am Montagabend einstimmig einen entsprechenden Antrag der ÖIS-Fraktion.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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