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Neue Idee fürs „Verrückte Haus“

Gettorf Neue Idee fürs „Verrückte Haus“

Im „Verrückten Haus“ in Gettorf bahnt sich eine kuriose Neuheit an. Bei einem Rundgang durch die kopfstehende Touristenattraktion auf der Spielwiese des Tierparks verriet Betreiber und Investor Dirk Oster seine schräge Idee, die der Hamburger zugleich als „technisch kompliziert“ bezeichnet.

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000 Besucher im Jahr besichtigen das „Verrückte Haus“ in Gettorf, weshalb laut Investor Dirk Oster aus Hamburg regelmäßig Reparaturen anfallen.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Schauplatz ist das Kinderzimmer, wo unter anderem eine kleine Holzeisenbahn auf dem Fußboden – somit also an der Decke – befestigt ist. Der Plan des Unternehmensberaters sieht dort künftig eine elektrische Modelleisenbahn vor, die im Kreis fährt. „An dieser Idee bastle ich gerade“, erklärt Oster.

 Denn wie die Umsetzung seines Vorhabens funktionieren soll, darüber ist sich der 69-Jährige noch nicht ganz im Klaren. Stichwort: Schwerkraft. Im Gegensatz zu Einrichtungsgegenständen wie Dusche, Waschmaschine, Bett, Tische oder Stühle, die an der Decke befestigt sind, soll die Eisenbahn fahren. Doch wie klappt das, ohne dass der Zug entgleist und herunterfällt? Um sich Rat zu holen, habe er schon Kontakt zum Spielzeughersteller Märklin und Modelleisenbahnclubs aufgenommen, so Oster, „ich werde im Winter weiter grübeln“.

 Seine Investition in das 40 Tonnen schwere „Verrückte Haus“ – das auf dem Dach steht und vor fünfeinhalb Jahren in Gettorf öffnete – hat der Diplom-Betriebswirt nicht bereut. Gerade im ersten Jahr seien die Besucherzahlen „wirklich gut“ gewesen. Jetzt habe sich die Zahl bei etwa 20000 pro Jahr eingependelt. Um die Attraktivität stets auszubauen, brüte er Ideen wie die fahrende Modelleisenbahn aus. Mitunter spuken ihm sogar Horrorvisionen durch den Kopf: So hatte Oster ein Büro in ein dunkles Gruselkabinett mit kopfstehenden Skeletten umwandeln lassen.

 Im Spätherbst stehen dem Betreiber zufolge Renovierungsarbeiten in der Jux-Immobilie an, dessen Grundachse leicht geneigt ist und die Böden daher schiefe Ebenen sind. Er spricht von Malerarbeiten im Haus – die Fassade erhielt bereits einen frischen Anstrich. Und: „Man kann natürlich nicht alles so sichern, dass nichts kaputt geht“, bedauert er. Beim Rundgang fallen ihm gleich mehrere kleine Schäden auf. In der Küche wackelt die Dunstabzugshaube, die sich auf Schienbein-Höhe befindet. „Da treten wohl manchmal Leute drauf“, sagt er. An der Pfeffermühle fehlt das Oberteil, im Bad der Duschkopf und zudem sitzt ein Lampenschirm locker.

 „Etwa alle vier Wochen muss ich jemanden ins Haus schicken, weil Kleinigkeiten repariert oder erneuert werden müssen“, berichtet der Betreiber. Darum kümmere sich der Gettorfer Zimmereibetrieb Mordhorst, die Gartenarbeit übernehme ein „kompetenter Mitarbeiter“ aus Hamburg, der an der Ostsee einen Wohnwagen hat. Während das Haus bisher von Vandalismus verschont geblieben sei, richtete Orkan „Christian“ im Herbst 2013 einen größeren Schaden („etwa 20000 Euro“) an, weil ein Baum gegen das Haus kippte. Oster: „Der Schaden wurde mehr oder weniger von der Versicherung gedeckt.“ Ein dickes Lob erhält der Tierpark von ihm, mit dem ein Erbpachtvertrag besteht:„Die Kooperation ist eine glatte Eins.“

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