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Kino-Pläne über dem Sky-Markt

Neue Standort-Alternative Kino-Pläne über dem Sky-Markt

Die Karten für die Ansiedlung eines kommerziellen Kinos in Eckernförde werden neu gemischt. SPD, Grüne, Bürger-Forum und Linke stellten Dienstagabend Alternativen zum Standort Skaterplatz vor. Die Coop plant ein Kino über dem Sky-Markt am Innenstadt-Parkplatz Rathaus/Reeperbahn.

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Als Kino-Standort neu in der Diskussion: Sky-Markt/Reeperbahn.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Eckernförde. Die Karten für die Ansiedlung eines kommerziellen Kinos in Eckernförde werden neu gemischt. Zum Skaterplatz am Schulweg – bislang eine Möglichkeit, relativ zügig das Projekt zu realisieren – gibt es Alternativen. Das machten SPD, Grüne, Bürger-Forum und Linke Dienstagabend auf einer gut besuchten Info-Veranstaltung im Stadthallenrestaurant deutlich. Und eine davon ist ganz konkret: ein Kino über dem Sky-Markt am Innenstadt-Parkplatz Rathaus/Reeperbahn.

 Nachdem die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Skaterpark in der jüngsten Ratssitzung abgelehnt worden war, hatte sich die Coop bei Kino-Betreiber Ralf Thomsen (Heide) gemeldet. Thomsen, der Mieter wäre, skizzierte das Projekt: Es gebe konkrete Pläne, über dem Sky-Markt Kino-Säle zu bauen. „Wir sind da dran, das zu entwickeln.“ Nach Angaben von Dierk Berner, Geschäftsführer der Expansion und Immobilienwirtschaft der Coop, müssen Pläne und Konzept zunächst mit der Verwaltung abgestimmt werden. Auch der Markt selbst soll modernisiert werden. Eine Bauvoranfrage ist in Vorbereitung. Verschiedene Varianten sind möglich: ein Aufstocken des vorhandenen Baus als einfachere Lösung oder ein kompletter Neubau Markt/Kino eventuell mit Tiefgarage.

 „Eckernförde ist ein guter Standort“, zeigte sich Thomsen zuversichtlich, im Ostseebad erfolgreich ein Kino betreiben zu können. Er selbst besitzt 30 Jahre Erfahrung in diesem Metier, führt Lichtspielhäuser in Heide und auf Amrum sowie demnächst in Büsum. Für Eckernförde plant er mit sechs bis sieben Sälen, die für eine Angebots-Vielfalt gebraucht würden – darunter kleinere Räume mit etwa 50 Plätzen. Auch Green Screen könnte hier stattfinden. „Das Festival würde ich absolut unterstützen“, sagte Thomsen.

 In der anschließenden Publikums-Diskussion traf die neue Kino-Alternative vielfach auf Zustimmung. „Aus meiner Sicht ein idealer Standort“, sagte Uwe Burscheidt. Ein weiterer Redner mutmaßte, dass sich die Coop bewege, liege nur daran, dass ein anderer Supermarkt drohe. Für das Skaterpark-Grundstück interessieren sich sowohl Bartels-Langness (Famila/Markant) als auch Kaufland. Gefragt wurde außerdem nach notwendigen Parkplätzen für die Sky-Lösung. Details dazu stehen allerdings noch nicht fest.

 Als weitere Standort-Möglichkeiten für ein Kino stellten die vier Parteien die Ecke Reeperbahn/Schulweg, für die es laut Frauke Piechatzek (SPD) auch Investor und Betreiber gibt, sowie den Bahnhof vor. In dem einen Fall wären allerdings Verhandlungen mit dem Sanierungsträger für die Nooröffnung, Big-Städtebau, erforderlich, der Wohnungsbau favorisiert, im anderen, komplexeren Fall mit der Deutschen Bahn AG. Das Modell Sky der Coop hält Martin Klimach-Dreger (SPD) dagegen für „relativ schnell umsetzbar“.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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