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Ansturm auf regionale Leckereien

Mohltied Green Market Ansturm auf regionale Leckereien

Das Thema ist angekommen: Der Markt der regionalen Genüsse, der Mohltied Green Market an der Hafenspitze Eckernförde, zieht am Sonntag über 30000 Besucher an.

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Einen Kaffee von Philine Busche aus dem Renault von 1974 gibt es für Jimmy Alsö aus Dänemark.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. „Das haben wir nicht zu hoffen gewagt“, resümiert Initiator Eckhard Voß, Eckernförder Verleger des „Besseresser-Magazins Mohltied“. Der Entschluss, vom Aschberg an den Eckernförder Hafen zu gehen, habe sich als richtig erwiesen.

Von 10 bis 18 Uhr präsentieren 50 regionale Aussteller ihre Produkte den neugierigen und hungrigen Besuchern. Kochshows ziehen Massen in das große Zelt, denn dort gibt es stündlich Informationen über das Kochen und Gelegenheit zum Probieren. So werden Oliver Firla (Odins Haddeby) die Mini-Burger mit Galloway-Beef förmlich aus der Hand gerissen, kaum dass sie fertiggestellt sind.

Doch auf der Hafenmeile, wo die meisten Aussteller präsent sind, zieht das Angebot. Wer erst einmal warm werden will mit dem Thema „Frisches von regionalen Erzeugern“, kehrt bei „Philine“ ein. Die junge Dame, Philine Busche von der Boulangerie Francaise aus Kiel, bereitet aus einem Renault Kastenwagen Baujahr 1974 leckeres Gebäck und Kaffeevariationen zu. Jimmy Alsø aus Dänemark ist begeistert und geht mit Freunden und einer Auswahl Kuchen und Kaffee an die Kaikante, um sich dort dem Genuss mit Blick auf das Geschehen auf dem Wasser hinzugeben.

Vollkommen begeistert ist Sonja Nokel (28) vom Biohof Pauli Highland Cattle aus Norderstapel. „Tolle Stadt, tolle Kunden“, sagt sie, während Birte Nienaber aus Schellhorn bei ihr einen Burger mit Highland-Rind bestellt. Sie ist gezielt gekommen, ist regelmäßige Leserin des Magazins und begeisterte Konsumentin frischer Ware, gern mit Bio-Siegel.

Inzwischen steht im Zelt Michael Stöcken am Herd. Der Chefkoch aus der Globetrotter Lodge auf dem Aschberg bereitet Zanderfilet aus dem Windebyer Noor zu. Dazu gibt es bunte Vichymöhren mit Küstennebelsauce. Und dass es sich bei Küstennebel um einen Arnisschnaps handelt, erklärt Rüdiger Behn als Hersteller. Eckhard Voß interviewt zwischendurch Stöcken, um sich die Arbeitsschritte erklären zu lassen.

Wer hier nicht satt geworden ist, macht noch beim Törtchenmobil Station. Stephanie Abel beglückt im wahrsten Sinne ihre Kunden mit feinsten und wohlschmeckenden Minitörtchen, an denen derjenige, der auf Süßes steht, einfach nicht vorbei gehen kann.

Die Aussteller sind begeistert, sie wollen im kommenden Jahr wiederkommen. Marnie Schäfer von der Eckernförder Touristik ist überrascht. „Mit so viel Besuchern haben wir nicht gerechnet. Ein anspruchsvolles Publikum, das sich auch für viele unser anderen Angebote interessiert hat.“ Vollkommen baff ist auch Gundula Warnsholdt, die den Biomarkt in der Eckernförder Speicherpassage betreibt. „Als wir mit dem Thema Bio vor 20 Jahren anfingen, hätten wir von diesem Interesse nicht zu träumen gewagt.“

„Im kommenden Jahr werden wir erweitern müssen“, schätzt Voß die Situation ein. Etliche Aussteller, die in diesem Jahr noch abwarteten, hätten ihre Teilnahme für 2017 signalisiert.

Wichtig ist Voß auch die zeitliche Parallele zum Green Screen Naturfilmfestival. „Die Stadt ist voll mit interessanten Menschen. Da wollen wir zeigen, was Eckernförde und Schleswig-Holstein noch alles zu bieten hat.“

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Ein Artikel von
Kai Pörksen

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