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Museum zeigt seine Schätze

Jubiläum Museum zeigt seine Schätze

Das Eckernförder Museum und der Museumsverein werden 40 Jahre alt. Das Jubiläum soll am Sonnabend, 17. Oktober, mit einem großen Museumsfest gefeiert werden. Von 14.30 bis 22 Uhr ist in das Alte Rathaus am Rathausmarkt eingeladen, wo die Besucher ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Führungen, Musik und Kinderaktionen erwartet.

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Museumsleiter Dr. Uwe Beitz präsentiert eine besondere Leihgabe: Ein bislang unbekanntes Bild des Eckernförder Malers Johann Friedrich Theodor Baasch.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. 1975 begann das Museum in bescheidenen Dimensionen unter der Regie von Stadtarchivar Hans Jessen. Zuerst zwei, später fünf Räume standen für die Exponate aus dem Heimatarchiv in der oberen Etage der Willers-Jessen-Schule zur Verfügung. Neben ein paar Vitrinen und Stellwänden war vieles auf Tischen ausgelegt. Seinen großen Schub erhielt das Museum, als es 1987 in das Alte Rathaus einzog. 1991 wurde mit Dr. Uwe Beitz ein hauptamtlicher Museumsleiter bestellt. Ein Jahr zuvor hatte Restaurator Ralf Schröder bereits seinen Dienst angetreten. Seitdem werden die Präsentationen ständig aktualisiert sowie Sonderausstellungen gezeigt.

Zum Fest öffnet das Museum seine lokalhistorische Schatzkammer. Vorträge und Führungen drehen sich unter anderem um Eckernförde-Souvenirs anno dazumal, die Malerei des 19. Jahrhunderts, Fischerei und Fischräucherei, das Friseurhandwerk, Flucht und Vertreibung sowie die Entwicklung des Eckernförder Badelebens. Eine Restauratorin berichtet über ihre Arbeit an den beiden Schiffsporträts „Orion“ und „Therese“, und der Treff Eckernförder Eisenbahnfreunde (TEE) lässt die Züge durch die Liliput-Modellstadt aus den 50er Jahren rauschen. Auf bestimmte Exponate lenken Bildbetrachtungen ein genaueres Augenmerk: etwa auf das Schlachtengemälde Der 5. April 1849 oder das Baasch-Werk Die Kananäerin.

Ein eigenes Programm (14.30 bis 17 Uhr) gibt es für Kinder. Sie können im Museum an fünf Stationen Sprottenkisten nageln, Bilder malen, alte Spiele kennenlernen und vieles mehr. Für Ratefüchse ist die Aktion „Geschummelt oder gesammelt?“ gedacht. Hier müssen die Betrachter erraten, welche von sieben Exponaten dem Museum gehören oder nicht. Mit etwas Glück lassen sich außerdem bei einer Tombola Essens-Gutscheine und Bücher gewinnen. Musikalisch begleitet wird das Fest von Meike Salzmann am Akkordeon und Ulrich Lehann auf der Klarinette. Ferner dürfen natürlich Kuchen und Kaffee nicht fehlen.

Zur offiziellen Eröffnung der Jubiläums-Veranstaltung sprechen am Abend, 19.30 Uhr, Museumsleiter Beitz, Bürgermeister Jörg Sibbel und Stefan Deiters (Museumsverein) über die Entwicklung des Eckernförder Museums in den vergangenen 40 Jahren. Das Fest endet mit einem gemütlichen Ausklang um 21 Uhr, zu dem es Musik und die Bischofsbowle gibt. Diese Bowle ist nach einem historischen Rezept aus dem 18. Jahrhundert aus Wein, Pomeranzen und Zucker gemischt. Damals befeuerte sie in Kopenhagen, gereicht in einem Fayence-Gefäß, lebhafte Debatten über Politik und Glauben.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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