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Nach 15 Jahren wieder ein Weihnachtsmarkt?

Sommer-Thema in Gettorf: Nach 15 Jahren wieder ein Weihnachtsmarkt?

Lang’ ist es her. Einen richtigen Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerk-Ständen, Glühwein, Stollen und stimmungsvollen Klängen des Posaunenchores gab es in Gettorf zuletzt vor rund 15 Jahren. Jetzt wird in der Wohld-Gemeinde über eine Neuauflage nachgedacht.

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Bummel über den Weihnachtsmarkt: In Gettorf soll das ab 2017 wieder möglich sein.

Quelle: jem

Gettorf. Auch wenn es sich draußen anders anfühlt: Es ist Sommer, und bis Heiligabend sind es noch 136 Tage. Eigentlich also ein bisschen zu früh, um an Spekulatius, Punsch und Adventsgestecke zu denken, oder? Einige Facebook-User aus Gettorf und Umgebung sind der Jahreszeit jedoch gedanklich bereits um drei, vier Monate voraus. Leidenschaftlich wird im sozialen Netzwerk darüber diskutiert, wie es gelingen könnte, in Gettorf wieder einen Weihnachtsmarkt zu etablieren. Den Anstoß dazu gab ein Facebook-Eintrag vom 6. August: „Ich bin neu in Gettorf und wollte mal fragen, ob es auch hier einen Weihnachtsmarkt gibt.“ Als Reaktion auf diesen Post entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit einem eindeutigen Trend: Daumen hoch! Ein Weihnachtsmarkt in Gettorf – das wäre „sooooo toll. Die Fuzo (Fußgängerzone/Anm. der Redaktion) ist so süß“, postete zum Beispiel Shiva Jogi Visita. Mittlerweile gibt es sogar eine öffentliche Facebook-Gruppe: „Weihnachtsmarkt Gettorf 2016 Ideen und Möglichkeiten.“ Bis Mittwochnachmittag gab es 49 registrierte Mitglieder. Das Thema gibt also offenbar mehr her, als nur das Sommerloch zu stopfen –

 und das nicht nur bei Facebook, sondern auch ganz konkret beim Vorstand des Handels- und Gewerbevereins (HGV). „Ja, es gibt Überlegungen, wieder einen Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen“, bestätigte Vorsitzender Thomas Grötsch auf KN-Anfrage. Allerdings, so schränkte er sofort ein, werde es in diesem Jahr damit nichts mehr werden. „Da ist alles mit sehr viel Arbeit und auch finanziellem Aufwand verbunden. Wir brauchen deshalb eine längere Vorbereitungszeit und können wohl erst 2017 starten“, machte der HGV-Vorsitzende deutlich. Nur eine Punschbude aufstellen – damit sei es nicht getan. Grötsch wörtlich: „Wir wollen etwas qualitativ Hochwertiges auf die Beine stellen.“ Dies ist ganz im Sinne von Cima-Mitarbeiterin Regina Schroeder. Das Lübecker Unternehmen erarbeitet für Gettorf eine Marketingstrategie und hat nach Schroeders Aussage bereits frühzeitig vorgeschlagen, Veranstaltungen zu organisieren, die dazu beitragen, dass sich die Gettorfer mehr mit ihrer Gemeinde identifizieren. Als Beispiele nannte sie das 2015 erstmals angebotene Halloween-Shopping, das am 28. Oktober wiederholt werden soll. Thomas Grötsch und Regina Schroeder berichteten, dass es in Sachen Weihnachtsmarkt bereits erfolgreiche Gespräche mit Gettorfer Unternehmern gegeben habe. „Es ist viel Motivation da“, so der HGV-Vorsitzende.

 Einer, der nur zu gut weiß, wie viel Arbeit die Organisation eines Weihnachtsmarktes macht, ist Thomas Petersen. Der im Ruhestand lebende Banker in leitender Funktion (Raiffeisenbank Dänischer Wohld, später Eckernförder Bank) organisierte um die Jahrtausendwende herum als HGV-Mitglied in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Jürgen mehrere sehr erfolgreiche Weihnachtsmärkte, die sich von der Kircheninsel bis zum Platz rund um die Eiche erstreckten. Besondere Attraktionen waren damals die Turmbläser, die Auftritte des Posaunenchores und die Kirchturmbesteigungen mit Hans-Christian Sacht. Dass es jetzt Überlegungen gibt, wieder einen Weihnachtsmarkt in Gettorf zu etablieren, gefällt Thomas Petersen. „Ich finde das gut.“

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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