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Fliegende Fische im OIC

Wiedereröffnung Fliegende Fische im OIC

Wenn ein kleiner Tiger mit fliegenden Fischen umherläuft, hat das Ostsee-Info-Center (OIC) in Eckernförde wieder zum Tag der offenen Tür eingeladen. Mit Krabbenfangen, Kinderschminken, Bastelangeboten und vielen Informationen über die faszinierende Ostsee und ihre Bewohner.

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Keine Angst vor Kneifern: Paula (13) aus Kiel-Schilksee hat eine Strandkrabbe aus dem Fühlbecken gefischt.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Eckernförde.  Frühjahrsputz in der dunklen Jahreszeit: Einmal im Jahr schließt das OIC am Hauptstrand zwei Wochen lang für Wartungsarbeiten. Wände werden gestrichen, die Aquarien gereinigt und mit neuem Sand gefüllt. Mit einem Tag der offenen Tür meldet sich die Einrichtung dann wieder zurück. Britta Richter aus Barkelsby gehört an diesem Sonntag zu den Besuchern. Sie findet das besondere Angebot zu einer Zeit, in der vor allem Einheimische zu den Gästen gehören, gelungen. Der studierten Ökologin ist es wichtig, Kinder für den „schützenswerten Lebensraum“ Ostsee zu sensibilisieren. Sohn Julius (7) hat schon aus einem Pappteller einen Seestern geschnitten und bemalt ihn. Anschließend soll der Seestern über der Windmaschine aufsteigen, wo schon Aale und andere gebastelte Fische in der Luft tanzen. Die besondere Attraktion hat das OIC extra aus Kappeln ausgeliehen, erklärt Umweltgeographin Hannah Sliwka vom Ostsee-Info-Center.

 Stets ein Besuchermagnet ist das Fühlbecken, in dem Klein und Groß Fische streicheln dürfen. „Wer mutig ist, fasst auch eine Strandkrabbe an“, sagt Sliwka. Im Becken schwimmen vor allem stressresistente Plattfische. Unter den Muscheln verstecken sich aber auch Grundeln und ein Aal, erklärt sie. Und wie unterscheidet man die Plattfische, fragt ein Besucher. „Eine Scholle hat strahlend orangefarbene Punkte und ist glatt“, erklärt Sliwka. Flundern haben eher verwaschene Punkte und eine raue Seitenlinie. „Lustig“ fühlen sich die Fische an, sagt Beobachter Jan (8).

 Yakima (12) und Paula (13), Töchter von Museumsmitarbeitern, verwandeln in einer Ecke kleine Besucher mit Schminke in Tiger, Spiderman oder Mondkönigin. „Das macht richtig Spaß“, sagt Paula. Und bei einer Tombola können die Besucher viele gespendete Preise vom Wasserball über Schwimmbadkarten bis zum Segelschiff-Modell gewinnen. „Die Kinder sind begeistert, und die Eltern auch“, sagt strahlend FÖJlerin Denise Urban. Der gesamte Erlös des Tages kommt der Flüchtlingshilfe zugute, erläutert OIC-Leiter Claus Müller. „Unsere Fangemeinde wächst kontinuierlich“, sagt er. Die Einrichtung hat etwa 40000 Besucher pro Jahr.

 Zu den Begeisterten gehört auch Julius. Der Siebenjährige hat zwischendurch auch andere Attraktionen wie die Wellenmaschine erkundet. Nun steht er mit vielen anderen an der Windmaschine. Denn fliegende Fische, die gibt’s hier nicht alle Tage.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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