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Felmer fordern Tempolimit

Tödlicher Unfall auf K49 Felmer fordern Tempolimit

Ist das Tempo auf der Straße zwischen Felm und Osdorf zu hoch, selbst wenn Autofahrer das Limit einhalten? Der Bau- und Umweltausschuss Felm griff das Thema Donnerstagabend aus traurigem Anlass auf.  Am Vormittag war ein 83-jähriger Radfahrer bei einem Unfall getötet worden.

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Die scheinbar so übersichtliche Strecke zwischen Osdorf und Felm verleitet zum Schnellfahren. Allerdings kreuzen oft Radfahrer die Fahrbahn – so auch am Donnerstag, als es zu dem tödlichen Unfall kam. Außerdem ist hier mit regem Wildwechsel zu rechnen.

Quelle: Cornelia Müller

Felm.  Am Vormittag war ein 83-jähriger Radfahrer getötet worden, als er – für den Autofahrer völlig unerwartet und direkt vor ihm – auf Höhe Tonnenberg die Fahrbahn querte. Der 21-Jährige, der die Kreisstraße 49 aus Richtung Felm befuhr, hatte offenbar keine Chance, den Zusammenprall zu verhindern. So bestätigte es am Freitag ein Sprecher der Polizeidirektion Neumünster. Der junge Fahrer erlitt einen Schock.

 „Wir müssen jetzt erst Recht nochmals mit dem Kreis über ein Tempolimit auf beiden Fahrbahnseiten sprechen“, forderte Norbert Lähn (SPD). Der Ausschussvorsitzende Thorsten Hass (CDU) pflichtete bei. Er erinnerte, dass erst vor einer Woche ein anderer Autofahrer aus Richtung Osdorf trotz der Fahrbahnverengung am Ortseingang mit überhöhtem Tempo ins Dorf gefahren sein muss. Er hatte das Tempomessgerät, das neu aufgestellt worden war, dabei zerstört. Der Verursacher flüchtete unerkannt. Schaden für die Gemeinde: 3000 Euro. An dieser Stelle gab es bereits schwere Unfälle. Inzwischen ist die Gefahr noch gewachsen, weil in der Nähe das Neubaugebiet An de Wurth abzweigt.

 An der gesamten K49 zwischen Felm und Osdorf verläuft ein Radweg, den Autofahrer gut einsehen können. Was aber kaum auffällt, sind die kleinen Abzweiger. An diesen Stellen queren Trecker sowie Schulkinder und Erwachsene zu Fuß oder auf dem Rad die vielbefahrene Straße, um zu den Höfen auf der anderen Seite zu gelangen. Diese Häuser sind von der K49 nicht unmittelbar zu sehen. So fallen auch die Einmündungen Auto- und Motorradfahrern erst in letzter Sekunde auf. Tempo 70 gilt vom Ortsausgang Felm kommend auf Höhe Tonnenberg. Auf der Gegenfahrbahn darf dagegen 100 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Die Kreisstraße ist hier schnurgerade und lädt zum Überholen ein. Dass Schilder vor dem regen Wildwechsel warnen, beeindruckt die meisten nicht. Ein Limit gilt erst kurz vor dem Ortsschild Felm.

 Weiteres Thema der Sitzung war ein Plan, der eigentlich aus der Not geboren ist, sich aber zu einem erfreulichen Projekt entwickelt: die Naturkindergarten-Gruppe. Felm hat absehbaren Mangel an Kita-Plätzen und kein Geld für einen Neubau. So entstand die Idee, einen Waldkindergarten einzurichten. Dort spielen die Kinder während der Betreuungszeit fast ausschließlich draußen in der Natur. Nur für unwirtliche Wetterverhältnisse und Pausen wird ein kleiner Gruppenraum vorgehalten. „Die Kita-Eltern befürworten das Projekt sehr“, bestätigte Jessica Knop, selbst Mutter und Sprecherin der AG Kita, vor dem Ausschuss. „Wir möchten auch, dass die Naturgruppe ein Dauerangebot wird.“ Einig waren sich die Politiker, dass die bereits begutachtete 500 Quadratmeter große Fläche am Bökeneck für eine Hütte mit etwa 35 Meter großem Aufenthaltsraum und Toiletten ideal ist. Auf dem Wanderweg sind die Kinder von hier aus schnell im artenreichen Stodthagener Wald der Stiftung Naturschutz. Noch eine gute Botschaft gibt es: Auch die neuen Bauplätze im Gebiet An de Wurth sind fast alle verkauft. Nur ein größeres Gewerbegrundstück ist noch zu haben.

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