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Wenn Algen den Schleuser-Job machen

Nacht der Wissenschaft Wenn Algen den Schleuser-Job machen

Energie von Morgen, Langzeitbeobachtung der Ostsee, Trägermaterialien aus dem Meer für Medikamente, die im Gehirn Wirkung entfalten: Die Nacht der Wissenschaft zog am Freitag selbst Kieler nach Eckernförde. In fünf Städten der Kiel-Region gaben 200 Experten Einblicke in wichtige Forschungsfelder.

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Nacht der Wissenschaft in Eckernförde: Die Doktorandinnen Mariya Krestina und Lea Jessen (v.l.) zeigen Modelle der Hirnblutgefäße, in denen Medikamente im Trägermaterial, das aus Braunalgen hergestellt wird, den Krankheitsherd direkt erreichen sollen.

Quelle: Cornelia D. Mueller

Eckernförde. Meeresforschung im weitesten Sinne ist am Hafen, im Kino und beim Wissenschaftsquiz Schwerpunkt. In Zelten, im Science-Truck, im Ostsee-Info-Center, auf Forschungsschiffen erfahren Erwachsene, Kinder, Jugendliche im Experiment, an Modelle und in Vorträgen, wie sehr Forschung alle berührt. Auch Neurologen, Mediziner, Materialwissenschaftler stellen Projekte vor, die dem Meer verbunden sind.

Hydrogel aus Braunalgen kann Medikamente ans Ziel befördern

Mariya Krestina und Lea Jessen sind Doktorantinnen am Graduiertenkolleg GRK 2154 in Kiel. „Wir arbeiten daran, Medikamente direkt an einen Krankheitsherd im Gehirn zu schleusen, zum Beispiel zur Therapie eines Tumors“, erläutern sie. „Unsere Zellen akzeptieren Hydrogel, das man aus Braunalgen herstellt, hervorragend. Wir versuchen Medikamente, die der Körper abstoßen würde, in das Material einzubringen, damit das Blut sie an Ort und Stelle transportiert."

Langzeitforschung offenbar Temperaturanstieg der Ostsee

Nebenan geht es um Langzeitbeobachtungen der Ostsee. Auf dem Geomar-Forschungsschiff „Littorina“ erklärt Techniker Frank Malien, warum man bei Booknis Eck seit 60 Jahren Wasserproben zieht. „Frischwasserzufuhr und damit verbundene Parameter lassen sich hier gut messen. Wir zeigen, dass der Sauerstoffgehalt trotz der Schwankungen insgesamt stabil ist. Doch die Wassertemperatur ist seit 1957 um drei Grad gestiegen.“ Die Forschungswerkstatt für Schüler und der Truck aus den Niederlanden sind von Kindern und Jugendlichen umlagert. Physiker Theo Juvriens baut mit Kids Minikraftwerke, die Strom durch Bewegung erzeugen – Piezos. Dass bei Groningen jetzt ein Weg damit gepflastert wird, damit Laternen von wie von selbst leuchten,lässt auch Eltern staunen.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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