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Nachwuchs bei den Erdmännchen

Im Tierpark Gettorf Nachwuchs bei den Erdmännchen

Sie heißen Roxane, Rocky und Rufus und gehören zu den Publikumslieblingen im Gettorfer Tierpark. Jetzt gab es bei Familie Erdmännchen erstmals Nachwuchs. Einen Namen soll das Junge erst dann bekommen, wenn sein Geschlecht festgestellt ist.

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Erste Ausflüge durchs Gehege werden auch schon unternommen: Erdmännchen-Mama Roxane mit ihrem Jungen, das sie ganz vorsichtig im Maul trägt.

Quelle: Volker Strehlow

Gettorf. Vor gut eineinhalb Jahren kamen die Erdmännchen nach Gettorf – Roxane aus dem Zoo in Erfurt, Rocky und Rufus aus dem Tierpark im österreichischen Linz. Ein Innen- und zwei Außengehege wurden für sie liebevoll hergerichtet. In jedem befinden sich zwei Wärmelampen. „Dort liegen sie gern drunter“, berichtet Volker Strehlow, Vorsitzender des Tierpark-Fördervereins, „das sieht so ähnlich aus, als wenn wir Menschen am Strand in der Sonne liegen.“

 Doch die putzigen Gesellen, die ihre Heimat im südlichen Afrika haben, sind nicht nur am Chillen. Zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört das Scharren. „Unsere Erdmännchen buddeln wie die Bekloppten“, sagt Volker Strehlow.

 Der frühere Gettorfer Hauptschulleiter ist total begeistert von den bis zu 1400 Gramm schweren Tieren, die zur Familie der Mungos beziehungsweise Mangusten (Herpestidae) gehören. Dies zeigt Strehlow auch nach außen: Das Logo des Fördervereins ist ein stilisiertes Erdmännchen.

 Sie sehen zwar niedlich aus, wenn sie aufrecht in ihrem Gehege stehen und sich umschauen. Aber bei aller Zutraulichkeit: Schmusetiere sind Erdmännchen nicht. Volker Strehlow und auch Christin Hüffer (17), die FÖJlerin des Fördervereins, bekamen beide bereits zu spüren, dass ein Erdmännchen-Biss in den Finger ganz schön weh tun kann.

 Roxane, Rocky, Rufus und ihre Artgenossen sind übrigens Allesfresser. Auf ihrem Speisezettel steht neben reichlich Obst und Gemüse ab und zu auch ein Küken oder eine Maus. „Das brauchen sie für ihre Entwicklung“, sagt Volker Strehlow.

 Das Erdmännchen-Baby im Gettorfer Tierpark kam vermutlich Ende September nach einer Tragzeit von elf Wochen auf die Welt. Mittlerweile haben sich die Augen geöffnet, und das Junge unternimmt zusammen mit seiner Mama auch schon erste Ausflüge durch das Gehege. Dabei orientiert es sich am Vorbild der erwachsenen Familienmitglieder.

 Täglich um 15.30 Uhr können die Tierpark-Besucher dabei sein, wenn die Erdmännchen gefüttert werden. Eine Garantie, dass dann auch das Junge zu sehen ist, gibt es jedoch nicht. „Man sollte ein wenig Geduld mitbringen“, empfiehlt Volker Strehlow.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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