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Natur als Spielzimmer

Wurzelkinder Gettorf Natur als Spielzimmer

Sie scheuen weder Wind noch Wetter und haben mit dem Park das größte Spielzimmer in ganz Gettorf: die „Wurzelkinder“ der Kita Parkallee. Die erste Naturkindergartengruppe der Gemeinde ging vor drei Monaten an den Start und nahm jetzt den extra für sie angeschafften Bauwagen in Beschlag.

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Am Bauwagen: Jan Willers, Jana Hentschke, Jürgen Baasch, Christel Sothmann (v.li.) und die „Wurzelkinder“.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Bisher gibt es elf „Wurzelkinder“, bis Sommer 2016 kann die Gruppe auf 16 Mädchen und Jungen anwachsen. Ab dem neuen Kita-Jahr gilt dann die reguläre Gruppengröße von 20 Kindern. „Wir werden diese Gruppe auch voll bekommen“, ist Kita-Leiterin Christel Sothmann überzeugt. Sie hält das zusätzliche Angebot für eine „tolle Sache“.

In einer Elternbefragung sei der Wunsch nach einem solchen Angebot geäußert worden, sagte Bürgermeister Jürgen Baasch. Auch werde mit der neuen Gruppe der starke Nachfragedruck nach Kita-Plätzen etwas abgefedert, ergänzte Christel Sothmann.

Der von Jürgen Baasch im Internet entdeckte Bauwagen stammt aus Thüringen und kostete 5500 Euro. Drinnen wurde er mit einer E-Heizung, frischer Farbe und Elektrik sowie neuem Fußboden aufgewertet,und Eltern sorgten mit viel Farbe und Fantasie für einen fröhlichen Außenanstrich.

Außer Bällen, Seilen und Schaufeln gibt es in der acht Meter langen und 2,80 Meter breiten Behausung der „Wurzelkinder“ kein Spielzeug. Alles, was sie brauchen, finden die Kinder draußen in der Natur. „Wir haben hier mit den Wiesen, dem Waldbestand und den Hängen im Park ideale Bedingungen“, freut sich Erzieherin Jana Hentschke. Die gebürtige Flensburgerin entdeckte ihre Liebe zur Natur bei der Waldjugend und bei den Pfadfindern und ist überzeugt davon, dass Naturkindergärten der kindlichen Entwicklung sehr gut tun. „Die Kinder bekommen hier feste Wurzeln, und die Eltern sind positiv überrascht, wie schnell ihre Kinder hier Neues lernen“, so die 30-Jährige, die die Drei- bis Sechsjährigen gemeinsam mit ihrem Erzieherkollegen Jan Willers (28) aus Alt-Bennebek betreut.

Regeln gebe es zwar nur wenige, aber umso strenger werde auf deren Einhaltung geachtet. „Bei jedem Haltepunkt draußen im Park muss gewartet werden, bis alle Kinder da sind, und es darf nicht ohne vorherige Prüfung auf Bäume geklettert werden“, nennt die Erzieherin zwei Beispiele. Sicherheit geht vor. Das gilt auch und besonders an Tagen wie gestern, wenn es schwer stürmt. Dann müssen die „Wurzelkinder“ ausnahmsweise auch mal drinnen spielen. bki

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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