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Spektakulär und atemberaubend

Green Screen Spektakulär und atemberaubend

Drei Jahre lang waren 30 Kamerateams im Auftrag des NDR in amerikanischen Naturschutzgebieten unterwegs. Dabei gelangen ihnen spektakuläre Tier- und faszinierende Landschaftsaufnahmen. Mit dem Making Of ist am Donnerstag das 9. Internationale Naturfilm-Festival Green Screen in Eckernförde gestartet.

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Aus den Naturparks Amerikas auf die Bühne der Stadthalle: Michael van Bürk (2. von rechts) aus dem Vorstand des Fördervereins Green Screen sprach mit den Naturfilmern Ivo Nörenberg, Oliver Goetzl, NDR-Naturfilm-Chef Jörn Röver und Yann Sochaczewski (von links) über die Entstehung der achtteiligen Dokumentation, für die drei Jahre lang gedreht wurde.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Die 500 Besucher in der ausverkauften Stadthalle kamen angesichts der eindrucksvollen und bewegenden Filmaufnahmen aus dem Staunen gar nicht heraus. Nur selten zuvor ist es bisher gelungen, solch atemberaubende Szenen und dramatische Tiergeschichten mit der Kamera festzuhalten. Am Ende des Beitrags gab es dafür tosenden Beifall.

 Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel begrüßte die Besucher „beim größten, jährlich stattfindenden Naturfilm-Festival in Europa mit besonderem Alleinstellungsmerkmal“. Dem Festivalleiter Gerald Grote, der nur allzugern Wortspielereien mit besonderen Tieren betreibt, empfahl Sibbel, sich auf die Suche nach einem Hahn zu machen – einem Geldhahn, den man bei Bedarf aufdrehen könne. Zugleich versprach der Verwaltungschef, dass die Stadt das Festival alljährlich auch weiterhin mit 50000 Euro unterstützen werde.

 Als Festredner konnte in diesem Jahr der Klimaforscher Mojib Latif gewonnen werden. Er ging zunächst auf die Flüchtlingssituation ein. „Uns bewegt alle, was sich gerade in Europa abspielt“, sagte er. Angesichts der weltweiten Vernetzung könne man so etwas schlicht nicht ignorieren und müsse zugleich darauf achten, dass die Welt um uns herum in Ordnung ist. Erfreut zeigte er sich über die große Gastfreundschaft. Deutschland sei ein gutes Beispiel für den Umgang mit Flüchtlingen. Der Klimaforscher stimmte dem Papst zu, der von einer engen Beziehung zwischen den Armen und der Anfälligkeit des Planeten gesprochen habe. Auch Latif sieht eine untrennbare Verbindung zwischen Umweltproblemen und sozialen Problemen. Die Ursache seien fossile Energien. Die Kohlendioxidbelastung und die Erdtemperatur würden rasend ansteigen. Die Folge: Das Arktiseis schmelze rapide. Seit 1979 sei die Meereisfläche um 30 Prozent zurückgegangen. Da zudem auch das Landeis von Grönland schmelze, sei der Meeresspiegel seit 1870 um 20 Zentimeter gestiegen.

 „Welche Welt wollen wir?“, fragte der renommierte Forscher und präsentierte zwei mögliche Szenarien. Sollte es bald zu einem internationalen Klimaschutz kommen, der diesen Namen auch verdiene, sei es noch nicht zu spät. „Wir können noch die Kurve kriegen. Wir müssen es nur wollen“, betonte der Festredner.

 Am Sonnabend werden in der Stadthalle in 18 Kategorien die Preise des diesjährigen Festivals vergeben. Dotiert sind sie mit mehr als 30000 Euro.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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