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Netzausbau startet

Schwansen Netzausbau startet

Bis jetzt war es nur ein Projekt auf dem Papier. Doch das ändert sich gerade. Im Dörphofer Ortsteil Schuby werden derzeit die ersten Leitungen des Leerrohrnetzes in Schwansen und Kappeln verlegt. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei 20 Millionen Euro.

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Jan Andresen (von links), Frank Göbel, Hartmut Keinberger und Gunnar Bock freuen sich, dass es los geht. Auf 1,1 Kilometer Länge werden ersten Rohre fürs Glasfasernetz in Schwansen verlegt

Quelle: Rainer Krüger

Dörphof.  „Es freut mich, dass es los geht“, sagt Hartmut Keinberger. Er ist Vorsteher des Breitbandzweckverbands (BZV) der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und der Stadt Kappeln. Der BZV betreibt das Projekt, um im Gebiet von Altenhof im Süden durch Schwansen bis Kappeln im Norden zeitgemäß schnelle Internetverbindungen zu schaffen.

 Die Leerrohre werden auf 1,1 Kilometer Länge an der Kreisstraße 63 in Schuby verlegt. „Eigentlich läuft noch die Ausschreibung für eine Firma, die das Leerrohrnetz baut“, erklärt Gunnar Bock. Er ist Amtsdirektor des Amtes Schlei-Ostsee. Das Amt leistet die Verwaltungsarbeit für den BZV. Warum dennoch verlegt wird, macht Dörphofs Bürgermeister Frank Göbel (CDU) klar. „Der Kreis plant dieses Jahr, in Schuby die Decke der K63 zu erneuern. Weil wir nicht in einem Jahr alles wieder aufreißen wollen, verlegen wir die Leerohre und Kabel für die Straßenbeleuchtung schon jetzt“, sagt Göbel. „Anders wäre es ja ein Schildbürgerstreich.“ Zunächst geht die Gemeinde Dörphof für den BZV in finanzielle Vorleistung. „Die Kosten liegen bei 90000 Euro“, weiß Jan Andresen vom Amt Schlei-Ostsee. Er betreut das Verlegeprojekt. „Wir erwarten einen Landeszuschuss von 38000 Euro.“

 Mit dem Verlegen nimmt der BZV dem zukünftigen Netzbauer Arbeit ab. „Wir gehen davon aus, dass wir jemanden finden“, sagt Bock. Damit drückt er aus, dass es schon Bewerber gibt. Das entspricht dem BZV-Zeitplan. Danach soll dieses Jahr ein Unternehmen gefunden werden, das 2017 weitere Rohre verlegt. Dann müsste es das Netz an den BZV verkaufen, um es dann von ihm zu pachten. Durch dieses Verfahren kann sich der BZV über die Pachteinnahmen refinanzieren.

 Die Arbeiten in Schuby dürften noch sechs Wochen dauern. 2015 gingen die BZV-Planer davon aus, dass gut 270 Kilometer Leerrohre verlegt werden.

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