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Neubau eines Supermarkts rückt näher

Altenholz-Stift Neubau eines Supermarkts rückt näher

Auf dem Gelände der abgebrannten Ladenzeile in Stift könnte ab Anfang nächsten Jahres ein Supermarkt für die Nahversorgung des Ortsteils gebaut werden. Das schob der Altenholzer Bauausschuss am Montag an. Über die Dringlichkeit des Themas waren sich alle einig, doch die möglichen Ausmaße eines Marktes am Ostpreußenplatz sorgten für Diskussionen.

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Vor der evangelischen Kita (im Hintergrund) an der Ladenzeile in Stift gibt es nicht genügend Parkplätze. Das soll sich durch die Ortskernplanung möglichst ändern.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Altenholz. Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) wies darauf hin, dass die Größe ein kritischer Punkt sei und laut Einzelhandelsgutachten ein Vollversorger mit einer Fläche von etwa 900 Quadratmetern ausreicht. Dafür gebe es mehrere Interessenten. Auch die äußere Gestaltung sei an diesem „Einfalltor“ in den Ortsteil wichtig. Bei einem kleineren Vollversorger bleibt zudem mehr Fläche für andere Zwecke. So soll unter anderem am östlichen Ende des Ostpreußenplatzes mehr Parkraum für Kirchenbesucher und Nutzer der evangelischen Kita geschaffen werden.

Allerdings gibt es einen Interessenten, der in Stift eine 1200 Quadratmeter große Verkaufsfläche nutzen möchte. Dirk Ryll (FDP) kritisierte die Größenbeschränkung auf 1000 Quadratmeter in der Vorlage der Verwaltung: „Dadurch werden die Chancen schlechter.“ Und statt der geforderten Zusicherungen, mindestens drei ehemaligen Mietern der alten Ladenzeile sowie einer Bank für ein Selbstbedienungsterminal Mietangebote zu unterbreiten, reiche die Formulierung „wünschenswert“.

Auch Andreas Piltz (CDU) zweifelte an der Größenbegrenzung und stellte den Antrag, bis zu 1200 Quadratmeter zu erlauben. „Wir brauchen keinen Gutachter, wir brauchen einen Investor, der das wirtschaftliche Risiko trägt.“ Keiner denke heute mehr über 800-Quadratmeter-Märkte nach. Zudem hätten schon im Mai Pläne für das Projekt vorgelegen: „Es ist viel Zeit ins Land gegangen!“ Deshalb wolle man nun den Investor ermuntern, die Planung voranzutreiben. Auch sein Fraktionskollege Jürgen Schlüter sorgte sich, „dass die Zeit zu lang wird“. Zudem lasse ein größerer Markt ebenso Raum für andere Wünsche.

Ingo Baasch (SPD) sah das anders: „Die Beschränkung macht Sinn für die Gemeinde und ist der Vielfalt förderlich.“ Außerdem sei man den ehemaligen Ladeninhabern, die teilweise in Containern ihre Geschäfte weiterbetreiben, etwas schuldig. Bürgermeister Ehrich wunderte sich, dass er bei anderen Bauprojekten nie höre: „Lass doch den Investor bauen wie er will“ – doch bei der Ladenzeile sähen manche in ihm „einen Heilsbringer“.

Silke Worth-Görtz (Grüne) fand, die Verwaltungsvorlage enthalte „alles, was wir brauchen. Und wir bewahren entscheidenden Einfluss“. Thorsten Schlünß (SPD) kritisierte, „dass einige sich jeder Steuerungsmöglichkeit entziehen wollen“. Er warnte vor dem Risiko, dass dort eine „Wellblechhütte“ entsteht und die Frage aufwirft: „Wer hat das beschlossen?“ In der Abstimmung setzten sich CDU und AWG als Anhänger der größeren Variante gegen SPD und Grüner durch. Mehrheitlich beschloss der Bauausschuss, dass für Ladenbetreiber und ein SB-Terminal Mietangebote gemacht werden müssen.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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