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Neue Ausstellung auf der Carlshöhe Künstlerische Positionen

„Wahrnehmung geht über das Auge“, sagt Dieter Simon. Seine Fotos sind digital entstanden, nur leicht bearbeitet, wirken abstrakt und zeigen dennoch etwas ganz Konkretes. Er ist einer der Künstler, die im Rahmen der neuen Ausstellung Weiblick - Wattenbergart“ in der Galerie Carlshöhe ihre Arbeiten zeigen.

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Dieter Simon (Fotografie, links) und Uwe Jaensch (Eisenskulptur) gehören zu den Ausstellern der neuen Schau, die am Sonntag, 13. März, in der Galerie Carlshöhe eröffnet wird.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Der Name Wattenberg sorgt zunächst für Informationsbedarf. „So heißt die Kneipe in der Hamburger Wattenbergstraße in Harburg südlich der Elbe, in der wir Kunstfreunde uns regelmäßig treffen“, sagt Initiator Axel Guhse, der 2010 die Gruppe ins Leben rief.

 Der Kontakt zu den Künstlern kam zustande über die Eckernförderin Gesche Wichelmann, jetzt verheiratete Guhse, die mit Mann Axel, Nora Poppensieker, Dieter Simon, Uwe Jaensch, Michael Krippendorf, Kama Groß und Yvonne Lautenschläger auf die Carlshöhe gekommen ist. Als Gast dabei: der Kieler Florian Steffens. Die Bandbreite des Gezeigten ist groß: Jaensch zeigt Eisenskulpturen, Poppensieker Alltagsgegenstände gemalt auf Leinwand, Simon und Steffens Fotos, Krippendorf Fundstücke aus Metall und Holz.

 „Jeder zeigt seine Kunst. In der Verschiedenheit voneinander liegt unsere Gemeinsamkeit“, sagt Guhse. Er selbst habe – wie alle anderen auch – einen anderen Beruf und arbeite als Künstler autodidaktisch. So besteht die Gruppe beispielsweise aus einer Ärztin, einem Physiotherapeuten, einer Erzieherin, zwei Rentnern, einem Wirtschaftsinformatiker und einem Hausmann.

 Mit 83 Jahren ist Dieter Simon der Älteste von ihnen. Er war gelernter Architekt, Dozent und Professor einer Fachhochschule für Architektur in Hamburg, bevor er in Pension ging. Mit 75 Jahren organisierte er seine erste Ausstellung mit Fotografien. Eine seiner Arbeiten (Foto) zeigt eine Silhouette, die zu einer Großstadt im Nebel passen könnte. „Einige sahen darin auch 9/11, also den 11. September, als das World Trade Center zerstört wurde“, erklärt er. Die schemenhafte Darstellung mag auch an den englischen Maler William Turner erinnern. Simon erklärt das wahre Motiv: „Dieser Ausschnitt zeigt ein Stück öligen Stahl eines Schiffshebewerks.“ Schon Minuten nach der Aufnahme war es verschwunden. „Das ist der Reiz daran: Man hält etwas Vergängliches fotografisch fest.“

 Während Simon die Fotos kaum bearbeitet, geht Guhse stark daran. „Ich arbeite gern großformatig, nutze die digitale Fotografie und Fotos aus dem Internet, die ich anschließend so verfremde, dass sie einen malerischen Aspekt bekommen“, so der 55-Jährige. „Meine Themen sind Begegnungen, meine Bilder erzählen Geschichten.“

 Die Ausstellung Weitblick – Wattenbergart wird in der Galerie Carlshöhe, Carlshöhe 78, Eckernförde am Sonntag, 13. März, um 15 Uhr eröffnet. Geöffnet ist sie bis zum 22. Mai mittwochs 15 - 18 Uhr, Wochenende 14 -17 Uhr.

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