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Ein Refugium für Schmetterlinge

Artenschwund Ein Refugium für Schmetterlinge

Der Naturschutzbund Eckernförde hat eine Arbeitsgemeinschaft Faltergarten ins Leben gerufen. Die rund 20 Mitglieder wollen sich über Beobachtungen und falterfreundliche Gärten austauschen. Denn 80 Prozent der Tagfalter-Arten sind in Schleswig-Holstein bereits bedroht oder im Aussterben begriffen.

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Der Bläuling ist bereits jetzt in der Natur und in den Gärten zu beobachten. Die Hochzeit der Schmetterlinge folgt im Juli.

Quelle: com: Cornelia Müller

Eckernförde. Nur 17 Arten kommen noch häufig im nördlichsten Bundesland vor. Schmetterlings-Experte Marx Harder spricht von einem „dramatischen Artenschwund“ – nicht nur bei den Schmetterlingen. In den letzten 20 bis 25 Jahren sei die Insekten-Masse um 80 Prozent zurückgegangen. Die Landwirtschaft, die vor 200 bis 300 Jahren eine artenreiche Kulturlandschaft hervorbrachte, wird immer intensiver. Das Insektensterben, so Harder, sei auch eine Folge der zunehmenden Industrialisierung der Agrarwirtschaft.

In der Bürgerbegegnungsstätte haben sich an diesem Abend rund 20 Gartenbesitzer aus dem ganzen Altkreis Eckernförde zusammengefunden. Sie wollen im privaten Umfeld etwas für Schmetterlinge und damit auch für andere Insektenarten tun. Harder freuen solche Initiativen. Er selbst hat in Schoolbek bei Kosel eine 1000 Quadratmeter große, ehemalige Ponywiese in eine Insektensommerwiese mit Trockenrasen umgewandelt.

Der Schmetterling-Experte bietet an, bei Bestimmungen zu helfen. Die neue AG plant zudem den Austausch von Beobachtungen sowie eine Pflanzenbörse. Mit Unterstützung des städtischen Naturschützers Michael Packschies und Stadtgärtnereimeisterin Sylvia Bent sollen auch Naturwanderungen angeboten werden.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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