18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Alles neu: Baugebiet, Kita, Lidl-Markt

Gettorf Alles neu: Baugebiet, Kita, Lidl-Markt

Die Zeit drängt. Da in Gettorf Kinderbetreuungsplätze fehlen, soll im Herbst neben der Kita am Sportplatz ein Neubau erfolgen. Außerdem präsentierten zwei Lidl-Manager die Pläne für einen Discountmarkt-Neubau.

Voriger Artikel
Grüne Oasen zum Nachmachen
Nächster Artikel
Augen fürs All

Der Lidl-Markt am Ravensberg soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. In Gettorf fehlen Kinderbetreuungsplätze. Nun soll im Herbst neben der Kita am Sportplatz der erste Spatenstich für einen Neubau erfolgen. Dort werden unter Federführung der bestehenden Kita ab 2016 zwei U3- und eine altersgemischte Gruppe betreut. Die Gemeinde will den entsprechenden B-Plan 75 (Ringweg) schnellstmöglich auf den Weg bringen. Am Montagabend wurde in einer Bauausschusssitzung – nicht immer einvernehmlich – über Detailfragen abgestimmt. Außerdem präsentierten zwei Lidl-Manager die Pläne für einen Discountmarkt-Neubau am Ravensberg.

 40 bis bis 45 Einfamilienhäuser, sechs bis sieben Reihen- und bis zu vier Mehrfamilienhäuser sowie besagter Kita-Neubau – das sind die Eckdaten des B-Plans 75. Das Plangebiet ist deckungsgleich mit dem Sportplatzgelände, das bekanntlich komplett ans Schulzentrum verlegt wird. Mit den Grundstückserlösen will die Gemeinde einen Großteil der Investitionssumme für das neue Sportzentrum aufbringen. „Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist sehr groß“, sagte Bauausschussvorsitzender Marco Koch (CDU).

 Streit entbrannte um das Grundstück, das für den Kita-Neubau vorgesehen ist. Die Mehrheit des Ausschusses entschied sich für eine Variante, die von den überstimmten Grünen scharf kritisiert wurde. „Warum nutzt man nicht die Chance und räumt der Kita mehr Außenfläche ein“, beklagte Grünen-Fraktionssprecherin Bodil Maria Busch. Sie sprach von einer kurzsichtigen Entscheidung, zumal es sich um gemeindeeigenes Land handele. Kritisch äußerte sie sich auch zu der Anordnung der Parkplätze, wie sie von Planerin Kerstin Langmaack vorgesehen ist. Am Dienstag meldete sich auch die FDP zu Wort. Ortsvorsitzender Torsten Wilke sprach in einer Pressemitteilung von einer „vertanen Chance“ und erinnerte an die Forderung von FDP-Gemeindevertreter Reinhard Jandke, auch vor dem Hintergrund eines weiter steigenden Bedarfs den Außenbereich für den Kita-Neubau möglichst großzügig zu planen. Marco Koch entgegnete, dass das Grundstück den Kindern ausreichend Platz biete und, wie auch Bauamtsleiter Sönke Jacobsen anmerkte, im Verhältnis größer sei als alle anderen neuen Kita-Grundstücke der vergangenen Jahre im Amtsbereich.

 Durchsetzen konnten sich die Grünen mit einer Forderung, einen bestehenden Fuß- und Radweg im B-Plan-Gebiet zu erhalten. Einvernehmen gab es darüber, für eines des geplanten Mehrfamilienhäuser im Süden des B-Gebiets die Firsthöhe auf neun Meter zu beschränken, um eine Beschattung der bestehenden Bebauung zu verhindern.

 Ausschussvorsitzender Koch sprach von einem „sehr schönen Baugebiet und sagte, dass der Ausschuss einen guten Kompromiss gefunden habe.

 Statt, wie ursprünglich geplant, den bestehenden Markt auszubauen, will Lidl am Ravensberg einen Neubau erstellen. Wie Niklas Ostendorf von der Lidl-Zentrale in Wasbek mitteilte, wird dies möglich, weil das benachbarte Grundstück einer Spedition hinzugekauft werden konnte. Dort soll ein Markt der neuesten Generation entstehen. Der erste dieser Art wurde nach Auskunft von Ostendorf in Italien gebaut. Eine zweigeschossige Eingangsfassade aus Stahl und Glas mit Kunden-WC und Wickelstation, ein optimiertes Lager, das weniger Lkw-Anlieferverkehr notwendig macht – Lidl hofft, dieses Konzept Anfang nächsten Jahres umsetzen zu können.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3