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Neue Selbsthilfegruppe

Angebot für Rheumakranke in Altenholz Neue Selbsthilfegruppe

Rheuma ist eine tückische Krankheit. Die vielfältig deutbaren Symptome führen oft dazu, dass die Betroffenen eine Ärzteodyssee hinter sich haben, bis das Leiden diagnostiziert wird. Das DRK Altenholz bietet eine neue Selbsthilfegruppe für Betroffene an.

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Sie hoffen, dass die neue Rheuma-Selbsthilfegruppe gut angenommen wird: die DRK-Vorsitzende Sylvia Eisenberg und Initiator Dieter Jacob.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Altenholz. Millionen Menschen sind in Deutschland von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises betroffen. In Schleswig-Holstein sind es mindestens 10000, man rechne aber mit einer hohen Dunkelziffer, erklärt Dieter Jacob, der die Gruppe initiiert hat. Er selbst leidet unter Gicht. Der Begriff Rheuma fasst über 100 Erkrankungen zusammen, die Knochen, Gelenke und Knorpel befallen, aber auch weiches Gewebe wie Muskeln, Bänder und Sehnen. Die häufigste Form ist die rheumatoide Arthritis. Rheuma basiert auf einer ständigen Entzündung, erklärt Dieter Jacob: „Und im Alter chronifiziert sich das.“

 Es sei aber nicht das Ziel, eine Alternative zur ärztlichen Behandlung zu bieten, erläutert Jacob. Sondern „dass einer vom anderen lernen kann“. In der Selbsthilfegruppe „wird man einfach mal die Sorgen los“, sagt die DRK-Vorsitzende Sylvia Eisenberg. Es gehe auch darum, wo man den richtigen Arzt findet, welche Anträge man stellen kann, wo man Unterstützung bekommt, erklärt Iris-Uta Räther-Arendt von der Geschäftsstelle. Dazu bietet die Begegnungsstätte einen guten Rahmen, weil dort DRK und das Soziale Beratungs- und Dienstleistungszentrum Informationen zum Thema bieten.

 Oft wird Rheuma verschleppt, weil die Anzeichen eher unspezifisch sind. Zwar gibt es Indikatoren im Blut, doch nicht bei jedem Patienten könne man die Erkrankung darüber nachweisen, erklärt Dieter Jacob. Belastend für die Erkrankten sind oft auch die Nebenwirkungen der Medikamente. Auch junge Menschen können erkranken und sind natürlich ebenfalls zu den Treffen willkommen.

 Manchmal hilft auch schon eine Ernährungsumstellung, deshalb plant Jacob, auch mal Ernährungsberater oder andere Experten zu den Treffen einzuladen. Doch im Mittelpunkt der Selbsthilfegruppe soll der Erfahrungs- und Informationsaustausch der Betroffenen stehen.

 Das erste Treffen beginnt am 15. September um 10 Uhr in der DRK-Begegnungsstätte, Am Buchholz 4. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Danach triffft sich die Gruppe an jedem dritten Donnerstag im Monat. Sie steht Menschen aus dem Dänischen Wohld, aber auch aus den nördlichen Kieler Stadtteilen offen. ker

 

 Wer Fragen hat, wendet sich an das DRK, Tel. 0431/321040 oder an Dieter Jacob, Tel. 0431/8894124.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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