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Neues Kommando im Segelclub

Eckernförde Neues Kommando im Segelclub

Kein Streit, keine lange Debatte, ein klares Votum: Der Segelclub Eckernförde (SCE) hat wieder einen ersten Vorsitzenden: Werner Trapp. Er kann sich auf Vize Josef „Jupp“ Bolthausen „hundertprozentig stützen“, wie dieser nach der Wahl vor 250 der knapp 700 Mitglieder im voll besetzten Carls am Freitag zusagte.

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Werner Trapp (l.) führt jetzt den SCE. Klar wählte die Versammlung ihn an die Spitze des drittgrößten Clubs im Land. Vize Josef Bolthausen ist dankbar für einen vollständigen Vorstand.

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. Der Zweite hatte den drittgrößten Segelclub des Landes ein Jahr gesteuert, nachdem Heinz Paasch wegen Meinungsdifferenzen sein Amt niedergelegt hatte.

 Wer hätte nach Jahren in unruhigem Fahrwasser eine reibungslose Wahl erwartet und zu hoffen gewagt, dass sich für den Platz am Ruder eines Vereins, der Millionen verwaltet, zwei Qualifizierte bewerben? Neben Trapp, der ein eigenes technisches Unternehmen mit 340 Mitarbeitern in Hamburg führte, „das Segeln auf der Elbe von der Pike auf gelernt und seit 30 Jahren im SCE ist“, wie er ausführt, geht Jürgen Rothkamm ins Rennen. Trapp bringt außerdem Erfahrung im Hochseesegeln, aus der Vorstandsarbeit im Segelclub Altona-Oevelgönne sowie die Passion für Bootsbau und Oldtimer mit. Der 55-Jährige Rothkamm ist im Vorruhestand und hat „viel Zeit, die ich von Herzen genauso wie die Erfahrung als ehemaliger Geschäftsführer eines Segelclubs einbringen möchte“, stellt er sich vor. In Westfalen war er in leitender Position im Bergbau. Heute lebt er die meiste Zeit mit der Ehefrau in Eckernförde und ist schon länger im SCE aktiv.

 Die geheime Wahl bringt die eindeutige Mehrheit. 165 Stimmen hat Trapp erhalten, 46 Rothkamm. Neun Enthaltungen gibt es. 16 der 226 Stimmberechtigten haben nicht mitgestimmt. Bolthusen dankt ausdrücklich Rothkamm für sein Engagement, unter anderem auch für das Thema Segel-Bundesliga, „das wir sehr schätzen“.

 Bei den übrigen Wahlen geht es zügig. Erste Schriftwartin bleibt Sabine Manß, die zusätzlich für ihr Engagement durch den Seglerverband Schleswig-Holstein ausgezeichnet wird. Hartmut Dunker bleibt zweiter Kassenwart, Cord Brandt Wettfahrt-Obmann. Dann geht es wieder ins Eingemachte: die 540000 Euro teure Sanierung der abgesackten Versorgungspier mit Kran. „Die Eigenmittel sind da“, trägt der Erste Kassenwart Jörg Hülsen vor. Die Erneuerung der Slipanlage für weitere 200000 Euro möge man aber verschieben. „Wir sehen 2017 ab, was genau benötigt wird. Und wir haben dann Mehreinnahmen durch wachsende Mitgliederzahl“, führt er aus. Die Debatte um Einzelheiten, die der Vorstand seit einem Jahr ausleuchtet, entflammt im Plenum neu. Sandaufschüttungen am Borbyer Strand, die Folgen für die Wassertiefe an der Pier haben können, werden diskutiert. So überrascht das Votum: Bei 15 Gegenstimmen und acht Enthaltungen sind die Pläne abgesegnet. Im November 2016 ist Baubeginn.

 Diskussion ruft auch der Antrag von Sabine Manß hervor, bei der Aalregatta künftig auf das Verteilen von Aalen an die Crews zu verzichten. „Diese Fischart stirbt aus“, betont sie. Elke Bothausen hält dagegen, das Aalmanagement zeige europaweit Erfolge. 38 Clubmitglieder, darunter auch einige aus dem Vorstand, schließen sich Manß’ Haltung an, 28 enthalten sich. Die Mehrheit hält an der Tradition fest.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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