20 ° / 16 ° Sprühregen

Navigation:
Neues Projekt: Leihomas und Leihopas

CDU in Gettorf Neues Projekt: Leihomas und Leihopas

Trotz des massiven Ausbaus von Kita-Plätzen kann es für Eltern hin und wieder zu einem Problem werden, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen. Eine Leihoma oder ein Leihopa könnte Abhilfe schaffen. Diese Idee verfolgen zumindest Timea Aden und Marion Kautza von der CDU Gettorf.

Voriger Artikel
Busse zeigen sich in neuem Gewand
Nächster Artikel
Ein Plakat für Green Screen

In Gettorf soll eine Vermittlungsstelle für Leihomas und Leihopas eingerichtet werden. Das bringt die Generationen, wie hier beim Spielen von Mensch ärgere Dich nicht, näher zusammen.

Quelle: dpa

Gettorf. Im Herbst möchten sie in der Wohld-Gemeinde ein Bündnis für Familie einrichten. „Als erstes wollen wir eine Vermittlung von Leihomas und Leihopas etablieren“, sagte Timea Aden, als sie das Projekt dem Sozialausschuss vorstellte.

Auf Initiative des Bundesfamilienministeriums gibt es deutschlandweit mittlerweile 670 Bündnisse für Familien. Eine von fünf Modellgemeinden ist Neu Wulmstorf vor den Toren Hamburgs. Der Fachbereichsleiter für Ordnung und Soziales der 22000-Einwohner-Kommune, Klaus Priewe, ist Bündnismentor und erläuterte dem Sozialausschuss in groben Zügen, was unter einem lokalen Bündnis für Familie zu verstehen ist. Es gehe um die Gestaltung eines familien- und kinderfreundlichen Wohnumfeldes, um die Vernetzung lokaler Akteure und dabei auch um die Einbindung von Partnern aus der Wirtschaft. Als Beispiele, die das Bündnis in Neu Wulmstorf bisher umgesetzt hat, nannte Priewe einen Familienwegweiser in Form einer Broschüre sowie eine Notfall-Tagesmutter. Da das Bündnis neutral sei, werde es gut angenommen.

Timea Aden und Marion Kautza wollen das für Gettorf geplante Bündnis keinesfalls als Konkurrenz zur bestehenden Familienzentrum bei der Awo verstanden wissen, sondern vielmehr als Ergänzung. Mehrere Vereine und Verbände hätten sich bereits als Bündnispartner angeboten, etwa die VHS, die Bücherei, das DRK, der HGV und der Seniorenbeirat. „Es wird auch Workshops mit Bürgern geben“, kündigte Timea Aden aus.

Zunächst aber liegt der Fokus auf dem Leihoma- und Leihopa-Projekt. Nach Aussage der Initiatorinnen profitieren beide Seiten – junge Familien, die nach Gettorf gezogen sind und noch kein soziales Netzwerk knüpfen konnten, und aktive Senioren, die eine sinnvolle Aufgabe suchen und sich mehr sozialen Kontakt wünschen. „Selbstverständlich können Leihomas- und Leihopas keine Kita und keine Tagesmutter ersetzen“, stellte Timea Aden klar. Aber sie könnten bei zeitlichen Engpässen aushelfen. Darüber hinaus gehe es auch um die Förderung des sozialen Miteinanders zwischen den Generationen. So seien gemeinsame Ausflüge vorgesehen.

Timea Aden und Marion Kautza legen Wert auf auf eine seriöse Vermittlung. Senioren, die mitmachen möchten, müssten ein amtliches Führungszeugnis vorlegen. Die Mitglieder des Sozialausschusses begrüßten die Initiative.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3