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Frisch gekühlt ins neue Jahr

Neujahrsanbaden Frisch gekühlt ins neue Jahr

Nach diesem Neujahrsritual ist eines sicher. Wer es hinter sich hat, geht erfrischt ins neue Jahr. Wohl deshalb sprangen am Freitag bei zwei Anbadeterminen im Altkreis Eckernförde 157 hartgesottene Wasserfreunde in die Fluten der Ostsee.

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Im Kostüm ins klare Nass: Kerstin Mewissen im gestreiften T-Shirt und ihr Mann Harald im Matrosenhemd liefen so in die Ostsee. Insgesamt 87 gemeldete Anbader stürzten sich zum Auftakt 2016 in Damp in das 7 Grad Celsius kalte Wasser.

Quelle: Rainer Krüger

Damp/Eckernförde. Ganz so viel Überwindung wie zum Start 2015 brauchten sie in Damp und Eckernförde allerdings nicht. „In der Ostsee war es mit sieben Grad Celsius wärmer als an Land“, berichtete Melanie Jäger von der Ostsee-Resort Damp GmbH, der Veranstalterin in Damp. Damit lag die Wassertemperatur drei Grad höher als vor einem Jahr. „Trotzdem war es für mich irrsinnig kalt“, sagte Heiko Kluge. Mit 86 weiteren Anbadern machte der 47-Jährige um 11.11 Uhr am Damper Aktionsstrand im Meer nass. „Für mich war es das erste Neujahrsanbaden überhaupt. Obwohl ich erst ums 5 Uhr ins Bett gekommen bin, fühle ich mich jetzt absolut fitt“, beschrieb der Mann aus Nübel bei Schleswig fünf Minuten nach dem Abtrocknen seinen Gefühlszustand. Eine Wiederholung 2017 schloss er nicht aus.

500 Zuschauer sahen zu. Dabei konnten sie nicht nur über die Selbstüberwindung aller Wasserfreunde, sondern auch über manche originelle Kostüme staunen. Dazu hatte die veranstaltende GmbH ihren Teil beigetragen, denn für die beste Verkleidung hatte das Unternehmen einen Drei-Stunden-Besuch im Damper Entdeckerbad als Gewinn ausgelobt. Ihn gewann Kerstin Mewissen (44) aus Schwalmtal bei Mönchengladbach. Allerdings trug sie den geringelten Ahoi-Badeanzug nicht, um zu gewinnen. „Mein Mann Harald und ich haben 2015 zum ersten Mal das Anbaden in Damp gesehen und hatten uns vorgenommen mit etwas Besonderem selbst dabei zu sein.“ Deshalb hatte der 51-Jährige sie auch im Matrosenhemd ins Wasser begleitet.

Verkleidete Anbader auch in Eckernförde

Verkleidungen gab es auch ab 13.30 Uhr beim zweiten Anbaden im Altkreis in Eckernförde zu sehen. 800 Zuschauer säumten den Strand im Höhe Meerwasserwellenbad, als 70 Frauen und Männer nach einem Coutdown in die Ostsee rannten. Mit dabei war Christian Loffing (45) aus Eckernförde mit seinen Freunden Thies Becker (41) und Jan Seipel (41) mit dessen Tochter Emma (9). Mit Sombreros und Ponchos marschierten sie immerhin bis Bauchnabelhöhe ins Wasser. Gab es aus der Freude am Verkleiden noch andere Gründe zum Verkleiden? „Die Ponchos tragen wir, weil es kalt ist. Und Sombreros sind ohnehin ein Muss, denn schließlich hätte es ja auch regnen können“, kalauerte Löffing gut gelaunt.

Lächelnd war auch der Mitinitiator des Eckernförder Anbadens, Karl-Heinz Huber, unterwegs. Er und Freunde hatten vor 13 Jahren den Anstoß dazu gegeben. „Es ist schon toll, wir groß inzwischen das Interesse daran geworden ist“, sagte er zufrieden.

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