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Neuwittenbek will wieder einen Bahnhof

Regionalbahn Neuwittenbek will wieder einen Bahnhof

Nächster Halt: Neuwittenbek! Dass diese Durchsage bald wieder in den Regionalzügen zwischen Kiel und Eckernförde zu hören ist, dafür machen sich jetzt engagierte Bürger und Kommunalpolitiker aus der Region stark. Sie haben einen übergemeindlichen Arbeitskreis gebildet.

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Georg Cassel (70) war dabei, als 1986 das letzte Mal ein Zug in Neuwittenbek hielt. Jetzt setzt er sich für eine Reaktivierung der Bahnhaltestelle ein.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Neuwittenbek. 27. September 1986: Zum letzten Mal hält in Neuwittenbek ein Zug in Richtung Kiel. Jetzt, 31 später, kämpft Georg Cassel mit verschiedenen Mitstreitern aus der Region für eine Reaktivierung der Bahnhaltestelle Neuwittenbek. Um dies voranzutreiben, wurde kürzlich ein Arbeitskreis gegründet, dessen Sprecher Cassel ist. Die Mitglieder kommen nach Auskunft des 70-Jährigen nicht nur aus Neuwittenbek, sondern auch aus Lindau und Schinkel. „Gemeinsamkeit macht stark.“

Einfach nur einen Antrag stellen – „das würde nichts bringen“, ist der Sozialdemokrat Georg Cassel überzeugt. Notwendig seien fundierte Unterlagen, ein schlüssiges Konzept und nicht zuletzt auch der Nachweis, dass sich eine Reaktivierung der Bahnhaltestelle wirtschaftlich rechnen würde, sagte der Kommunalpolitiker am Dienstag in einem Gespräch mit den KN. Nur so könne sichergestellt werden, dass „man uns nicht gleich abwimmelt“. Gründlichkeit gehe vor Schnelligkeit. Deshalb sei vereinbart worden, sich bis zur förmlichen Antragstellung ein Jahr Zeit zu lassen.

An der ersten Sitzung des Arbeitskreises in der vergangenen Woche nahmen auch Vertreter des Fahrgastverbandes Pro Bahn teil. „Sie haben uns für unser Vorhaben Mut gemacht“, sagte Cassel. Auch von der Aktiv-Region und ihrem Vorsitzenden Matthias Meins gebe es positive Signale. Für zusätzlichen Rückenwind sorge eine Unterschriftensammlung. Bisher haben nach Angaben des Arbeitskreis-Sprechers 520 Menschen aus Neuwittenbek und Schinkel unterschrieben. Seine Rechnung: „Wenn nur 20 Prozent von ihnen das Angebot nutzen würden, in Neuwittenbek in den Zug zu steigen, wären das schon 100 Leute.“

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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