25 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Wartehäuschen wird abgebaut

Neuwittenbek Wartehäuschen wird abgebaut

Die Gemeinde geht von Vandalismus aus, hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet: Bereits im Sommer lag das alte Buswartehäuschen an der ehemaligen Bundesstraße 76 im Neuwittenbeker Ortsteil Levensau umgekippt im Gebüsch. Es ist instabil und wird ersatzlos abgebaut. Das entschied der Umweltausschuss.

Voriger Artikel
Winterdienst in Nebenstraßen
Nächster Artikel
Hoffen auf 1,9 Millionen Euro

Im Sommer war das Buswartehäuschen an der K 24 in Levensau umgekippt, mittlerweile steht es zwar wieder. Nach dem Willen des Umweltausschusses soll es aus Sicherheitsgründen aber entfernt werden.

Quelle: Jan Torben Budde

Neuwittenbek. Laut Bürgermeister Wilhelm Radbruch (WdGN) wurde der Unterstand links hinter dem Tunnel (Fahrtrichtung Kiel) zwar wieder aufgestellt, ist aber aus Sicherheitsgründen mit rotweißem Flatterband abgesperrt. Nach dem Willen des Ausschusses soll das marode Buswartehäuschen entfernt werden – ersatzlos. „Wir müssten sonst mit einem Riesenaufwand ein neues Haus aufstellen“, erklärte der Bürgermeister, „dabei sieht man dort selten jemanden sitzen.“ So könnten die Fahrgäste im Häuschen auf der gegenüberliegenden Straßenseite warten, bis der Bus kommt. Lubahn sah das genauso.

 Droht jetzt Unmut von Einwohnern, die auf den Unterstand pochen? „Es könnte sein, dass Altwittenbeker dort weiterhin ein Buswartehäuschen haben möchten“, gab Wilfried Johst (SPD) zu bedenken. Gleichwohl hielt auch er ein Haus für ausreichend. Es folgte eine Aussprache über Straßenverkehr, Raser und Schulkinder vor Ort. Eine gewisse Gefahr – gerade in der dunklen Jahreszeit – wurde dort durchaus gesehen. Doch es blieb dabei: kein Ersatz.

 Die Zukunft des Seniorentaxis steht unterdessen in den Sternen. Das Interesse der älteren Bürger hielt sich Radbruch zufolge in Grenzen. „Drei Personen fuhren pro Woche mit“, bilanzierte der Bürgermeister. In den Sommerferien hatte die Gemeinde in Kooperation mit einem Taxiunternehmen günstige Fahrten (ein Euro pro Tour) nach Gettorf angeboten, weil der Schulbus in dem Zeitraum nicht fährt. Von einer Bürgerin gab es für die Fahrten zum Wochenmarkt zum erschwinglichen Preis ein dickes Lob, so der Bürgermeister. Doch angesichts des überschaubaren Interesses und der Kosten für die Gemeinde ließ Radbruch offen, ob das Seniorentaxi in den Sommerferien 2016 wieder fährt.

 Den Titel „Bienenfreundlichste Kommune Schleswig-Holsteins“ hat die Gemeinde für 2016 abgeschrieben. Da die Bewerbungsfrist für den gleich lautenden Wettbewerb des BUND-Landesverbandes zum Monatsende abläuft, sprach sich der Umweltausschuss gegen eine Bewerbung aus. Vorsitzender Lubahn wollte den Versuch zwar wagen, Bernd Brandenburg (SPD) hielt aber nichts von einem „Schnellschuss“. Auch der Bürgermeister vertrat die Ansicht, dass Landwirte und Gartenbesitzer zu solch einer Aktion ins Boot geholt werden sollten. Ein Vorschlag von Wilfried Johst stieß unterdessen auf Zustimmung: Unabhängig davon, ob es 2016 eine Neuauflage des Wettbewerbs gibt, sollte sich Neuwittenbek mit dem Thema auseinandersetzen. Als Ziel des Wettbewerbs gibt der BUND an, auf die Gefährdung und Schutzwürdigkeit von Wild- und Honigbienen hinzuweisen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3