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Nooröffnung als Chance

Eckernförde Nooröffnung als Chance

Stephan Seliger, hauptamtlicher Vorstand des Gemeinnützigen Wohnungsunternehmens (GWU) in Eckernförde, gibt sich bescheiden. Auf der Vertreterversammlung am Montagnachmittag fasst er den Geschäftsbericht 2014 zusammen: „Ich bin zufrieden."

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Kurz vor der Fertigstellung: Bauvorhaben Wulfsteert/Ecke Rendsburger Straße mit 40 Wohneinheiten.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Seit fünf Jahren ist Seliger an der Spitze des 1920 gegründeten Unternehmens und hat seitdem einiges bewegt.

So wurden in der Zeit 20 Prozent der 2134 Wohnungen des GWU energetisch saniert, und der Neubauanteil beträgt bereits fünf Prozent. Das GWU ist auf Wachstumskurs mit dem Ziel, auch in Zukunft allen Bevölkerungsschichten und jeder Altersklasse Wohnraum bereitzustellen. Eine gewaltige Aufgabe, weshalb der Vorstand jetzt auch Verstärkung bekommen hat: Jan Riecker. Der 46-jährige technische Vorstand ist seit 20 Jahren in der Wohnungswirtschaft, Stationen waren die Wobau und der Bauverein Kaltenkirchen, wo Riecker als Prokurist verantwortlich war. In sein Aufgabengebiet fallen zukünftig die Weiterführung der energetischen Sanierung des Bestandes und das GWU-Engagement in Kiel.

Das GWU ist über die Grenzen Eckernfördes längst hinausgewachsen. So investiert das Unternehmen intensiv in das Projekt Anscharpark in Kiel, in Suchsdorf (Eckernförder Straße) oder auch in Gettorf (Fischerstraße). „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage in Eckernförde ab 2025 rückläufig sein wird, in Kiel aber ab 2030 ein Wachstum zu erwarten ist“, so Seliger.

Doch auch am Stammsitz des Unternehmens gebe es viel zu tun: So möchte das GWU bei der Wohnbebauung im Bereich Nooröffnung eine entscheidende Rolle spielen. „Wir brauchen in der Innenstadt auch Wohnungen für Menschen mit geringerem Einkommen“, so Aufsichtsrat Klaus Buß. In dem Bereich habe das GWU Erfahrungen. Auch füge sich der Ort gut in das Bestreben ein, Wohnraum zentral in der Stadt anbieten zu können. Das gelte auch für das Vorhaben Alte Fachhochschule. Auch dieses Wohnquartier sei geografisch zentral gelegen und befriedige die Nachfrage von Bürgern, die von einem Einfamilienhaus in eine Geschosswohnung wechseln möchten, ohne ihr Quartier verlassen zu müssen. Schwerpunkt würden Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern bilden, so Seliger. Zurzeit befinde man sich noch im B-Plan-Verfahren, der Anfang 2016 rechtskräftig sein sollte. 2017 solle Baubeginn sein für die Neubauten, 2016 bereits für den Bestand, in den auch die Verwaltung des GWU einziehen werde.

Das GWU weist bei einer Bilanzsumme von rund 65,4 Millionen Euro (Vorjahr 59,8 Millionen) einen Jahresüberschuss von rund vier Millionen Euro aus (Vorjahr 3,5 Millionen). Für die bauliche Instandhaltung der Wohnungsbestände sowie Neubaumaßnahmen lag der Aufwand 2014 bei rund 6,8 Millionen Euro. Trotz dieser Investitionen bewegte sich die monatliche Grundmiete im Geschäftsjahr mit 5,41 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nicht wesentlich über dem Vorjahresniveau (5,06 Euro). 526 der insgesamt 2134 Wohnungen unterliegen einer Sozialbindung.

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