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Notstand in der Kleiderkammer

Gettorf Notstand in der Kleiderkammer

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Gettorf schlägt Alarm. Die Kleiderkammer benötigt dringend Spenden. „Unsere Bestände sind rapide zurückgegangen“, berichtet DRK-Vorsitzende Jutta Drümmer.

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Es gibt frische Damenbekleidung: Nelli Wilhelm (von rechts), Tatjana Fet und Patricia Gades-Gnoyke aus dem DRK-Team freuen sich über die Spende von Birte Ehlert aus Blickstedt, die mit ihren Töchtern Frida (5) und Alva (7) in die Kleiderkammer gekommen ist.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Gerade was Kinderkleidung angehe, bestehe eine große Nachfrage. „In letzter Zeit kommen mehr Flüchtlingsfamilien zu uns“, sagt die Gettorferin. Gleichzeitig betont die DRK-Chefin aber, dass jeder Besucher willkommen sei. „Man braucht auch keine Bescheinigung von der Behörde, um sich hier Kleidung zu holen – und alles ist kostenlos.“

 Was steht ganz oben auf der Wunschliste im DRK-Gebäude in der Herrenstraße 6? Bettwäsche, Handtücher, Zudecken, T-Shirts, Hosen, Kleider und Regenjacken zählen Nelli Wilhelm, Tatjana Fet und Patricia Gades-Gnoyke aus dem Kleiderkammer-Team auf. Besonders Schuhe werden vom DRK händeringend gesucht. Denn bei einem Starkregen im vergangenen Monat lief der Keller, in dem sich die Kleiderkammer seit einem Jahr befindet, mit Wasser voll. „Es stand 15 bis 20 Zentimeter hoch“, blickt Jutta Drümmer zurück. Die Feuerwehr pumpte den Keller aus. Anschließend wischten die DRK-Frauen den Boden wieder auf. Durch den Wasserschaden wurden jedoch zahlreiche Schuhe im Sortiment unbrauchbar. Deshalb freut sich das Team über Turn- und Halbschuhe ebenso wie Sandalen.

 „Wir haben Damenbekleidung mitgebracht“, sagt Birte Ehlert und stellt ihre Tasche auf den Annahmetresen des DRK-Teams, das die Spende gleich einräumt. Rund 50 Quadratmeter sind die Räume groß. In den Regalen liegen Pullover, an Kleiderständern hängen Herrenanzüge. Es gibt Bücher, Spielzeug und sogar einen Babysitz fürs Auto. „Wir können auch Rucksäcke, Schulranzen und Taschen gebrauchen“, sagt Gades-Gnoyke schon mit Blick auf das neue Schuljahr.

 Montagmorgens gegen kurz vor acht Uhr tritt das DRK-Team seinen Dienst in der Kleiderkammer an, die übrigens auch in den Sommerferien geöffnet ist. Die Spendenannahme beginnt um acht Uhr. „Wer am Montagmorgen keine Zeit hat, sollte die Sachen bitte nicht einfach vor die Tür legen“, betont Drümmer. Denn bei Regen nehme die Kleidung zu großen Schaden. Lieber sollten Spender, die montags keine Zeit haben, telefonisch einen Termin für die Abgabe vereinbaren.

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