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Nach dem Sturm kam die Ebbe

Kaum Schäden im Kreis Nach dem Sturm kam die Ebbe

Sturmtief „Sebastian“ hat am Donnerstag für Niedrigwasser in der Eckernförder Bucht gesorgt. Der Pegel sank auf über einen Meter und Normal Null (NN). Mit einem anschließenden Hochwasser durch den Schwappeffekt der Ostsee ist allerdings nicht zu rechnen.

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Nach Sturm "Sebastian" ist der Wasserstand der Ostsee um einen Meter gesunken. Im Hafen und am Strand herrschte "Ebbe".

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Das Niedrigwasser hat sich nach Angaben von Bärbel Weidig, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Wasserstandsvorhersagedienst, nur lokal an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste ausgebildet. Die Ostsee selbst sei für den sogenannten Badewannen-Effekt über ihre gesamte Ausdehnung nicht voll genug gelaufen. Dafür hätten starke westliche Winde länger wehen müssen. Kritisch wird es, wenn dann der Wind über der zentralen Ostsee auf Nordost dreht. Für Freitag geht das BSH hingegen nur von einem leicht erhöhten Wasserstand von 30 bis 40 Zentimetern über NN aus.

Die Ursache des Niedrigwassers, Sturm „Sebastian“, hatte bei den Nothelfern im Altkreis Eckernförde ab Mittwochnachmittag für reichlich Beschäftigung gesorgt. Die Seenotretter der DGzRS in Eckernförde mussten nachmittags mit dem Rettungsboot „Eckernförde“ ausrücken. Zwei Boote aus dem Bojenfeld am Borbyer Ufer hatten sich losgerissen. Ein Trimaran trieb auf die Steinmole am Segelclub (SCE). Eine weitere Jacht blieb im Sand stecken und konnte von den Seenotrettern befreit und in den Stadthafen gezogen werden. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Auch die Feuerwehren hatten viel zu tun. Einen größeren Einsatz gab es abends am Strand von Grönwohld in der Gemeinde Schwedeneck. Dort suchten rund 50 Nothelfer – das Gros von der Feuerwehr – nach einem Kitesurfer. „Der 59-Jähriger hatte sich aufs Wasser gewagt. Als seine Frau vom Strand aus sah, dass er es nicht wieder auf sein Brett schaffte, löste sie Alarm aus“, so Heinfried Ahrens, Amtswehrführer im Amt Dänischenhagen. Schließlich endete alles gut. „Der Mann hatte es doch an den Strand geschafft und meldete sich.“

In Altenholz rief der Sturm die Feuerwehr schon gegen 16 Uhr auf den Plan. Die heftigen Böen hatten ein Dixi-Klo im Insterburger Weg umgeweht. Nach Angaben von Gemeindewehrführer Uwe Claußen musste gegen 17.40 einen Satellitenschüssel in der Klausdorfer Straße vor dem Runterfallen gesichert werden. Dabei kam auch die Drehleiter vom Marinestützpunkt der Bundeswehr zum Einsatz. Gegen 18.30 Uhr rückten die Brandschützer in den Fliederweg aus. Ein angebrochener Ast drohte zu fallen.

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Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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