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Am Strand wird bald geheiratet

Öffentliche Terrasse am Meer Am Strand wird bald geheiratet

Noch mehr Freizeitfreude für eine Top-Ferienlandschaft: Die Aktivregion Hügelland am Ostseestrand gab Mittwoch grünes Licht für einen barrierefreien Strandzugang mit Terrasse in Eckernförde, die touristische Aufwertung der Kirche Dänischenhagen und Segelspaß für Sportler mit und ohne Behinderung.

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Die Fotomontage zeigt, wie die multifunktionale, barrierefreie Terrasse am Eckernförder Strand aussehen soll. Das hölzerne Mittelelement hat eine große Sitzbank zum Wasser, Wickeltisch und Ablagefächer. Platz für einen Pavillonzelt für Strandhochzeiten ist auch.

Quelle: Touristik Eckernförde

Eckernförde. Es geht immer um sechsstellige Beträge, wenn der Vorstand der Initiative von 16 Kommunen, die dem Zusammenschluss angehören, tagt. Diesmal waren bei der Sitzung in Eckernförde 130 000 Euro im Topf. Als Schaltstelle, die EU-Geld zur Förderung des ländlichen Raums in Absprache mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume bewilligt, prüft sie private und öffentliche Projektanträge aus Gemeinden und Städten akribisch, ob sie förderfähig sind.

 Strahlende Gesichter gibt es am Sitzungstag bei Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel (parteilos) und Touristikmanager Stefan Borgmann ebenso wie bei Pastor Peter Kanehls aus Dänischenhagen und seinem Kirchengemeinderat sowie den zwei Vereinen Wassersportclub am Wittensee und Meer bewegen, der für Inklusion auf dem Wasser steht. Gleichwohl hat es Diskussion gegeben. Unklar ist zunächst, ob die Eckernförder Idee auch Kriterien in Bezug auf „außerschulisches Lernen“ entspricht. Das haben die Antragsteller aufgeführt. „Eigentlich nicht“, resümiert der Vorstand einig.

 Um so mehr überzeugt die Barrierefreiheit der zur See offenen Plattform aus Recycling-Bohlen. Hier finden viele Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen Platz. Am Rand ist eine Stranddusche und in der Mitte sind eine große Sitzbank mit Ablagefächern und Wickelaufsatz fürs Baby sowie Drehliegen geplant. Und die Terrasse auf Höhe Touristinfo kann als Veranstaltungsplatz für Lesungen sowie als Freiluft-Standesamt dienen. Strandtrauungen waren in Eckernförde bisher nicht möglich, weil der „würdige Platz“ fehlte. Fast 25 000 Euro Zuschuss zu dem rund 54 000 Euro teuren Vorhaben sind genehmigt.

 Die Kirchengemeinde Dänischenhagen kann sogar mit rund 50 000 Euro Zuwendung rechnen. Über 100 000 Euro wird es kosten, um den Zugang vom Parkplatz am neuen Gemeindesaal einladend für Besucher des sehenswerten Gotteshauses mit Ursprung im 13. Jahrhundert zu gestalten. Mehr noch: Die historischen Sarkophage der Gruft werden aufgearbeitet und sind später durch ein Glaspodest in der angestrahlten Gruft zu bestaunen. „Wir wollen offene Kirche sein und haben auch kunsthistorisch viel zu bieten“, unterstreicht Kanehls.

 Susanne Wrede-Meier und Thomas Preuhsler von den beiden Groß Wittenseer Vereinen, die bereits erfolgreiche Inklusionsarbeit auf Segeljollen leisten, sind ebenfalls glücklich. Für das barrierefreie neue Clubheim und ein Sanitärgebäude, für die insgesamt über 180 000 Euro veranschlagt sind, sagt die Aktivregion ebenfalls fast 50 000 Euro zu.

Wann wird gefördert?  

Bei den Vorstandssitzungen der Aktivregion Hügelland am Ostseestrand werden Projektanträge auf alle Förderkriterien genau geprüft. Die Vorstandsmitglieder stimmen über jedes Projekt ab. Eine Grundsatzprüfung durch das Regionalmanagement ist dem schon vorausgegangen. Den Antragstellern stehen die Richtlinien, die die Mitglieder und Akteure aus den Kommunen für jede Förderperiode gemeinsam erarbeiten, vorher zur Verfügung. Zusagen wie für die drei Vorhaben in Eckernförde, Dänischenhagen und Groß Wittensee sind erst endgültig, wenn das zuständige Landesministerium die Zuschüsse aus dem Topf der EU schriftlich bestätigt. Trotzdem dürfen die Projektträger jetzt mit Planungen beginnen. Die Umsetzung darf erst beginnen, wenn Ende Januar 2017 die Förderbescheide vorliegen.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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