19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
„Schnelle bauliche Lösung ist nicht in Sicht“

Offene Ganztagsbetreuung in Gettorf „Schnelle bauliche Lösung ist nicht in Sicht“

Um die Mittagszeit beginnt der große Trubel im Gettorfer Bürgerzentrum. In der Kernzeit tummelten sich mitunter 80 Grundschüler gleichzeitig im Gebäude, rechnet die sozialpädagogische Assistentin Sylvia Böttcher vor. Denn die Offene Ganztagsbetreuung erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Voriger Artikel
Amt will nur noch Familien
Nächster Artikel
Irritationen um Überholverbot

Die bunten Figuren aus Papprollen, Filz und Stoffresten dienen als Faschingsdekoration: Sophia (7, von links), Johanna (6) und Hanna Mia (7) besuchen die Betreute Grundschule in Gettorf, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. „Aktuell sind es 135 Kinder“, berichtet Hans-Ulrich Frank, Vorsitzender des Schulverbandes Gettorf und Umgegend, Träger des Angebotes neben der Parkschule. Vor zwei Jahren seien es noch 110 Mädchen und Jungen gewesen. „Eigentlich liegt unsere selbst auferlegte Obergrenze bei 130 Kindern“, erklärt Frank mit Blick auf räumliche und personelle Kapazitäten. So ist im Bürgerzentrum noch das VHS-Büro untergebracht, zudem laufen im Obergeschoss Deutschkurse für Flüchtlinge.

Angesichts von Neubaugebieten in Gettorf und dem Wechsel im alten Wohnbestand, rechnet Frank mit weiter steigenden Kinderzahlen. Auch die Grundschule verbucht mehr Anmeldungen. Waren es laut Leiterin Maren Schumacher im aktuellen Schuljahr noch etwa 75, geht sie für 2016/2017 von rund 100 Mädchen und Jungen aus. Wie soll die offene Ganztagsbetreuung den Ansturm von Kindern, die montags bis freitags zwischen sieben und 16 Uhr spielen, basteln, Mittag essen oder einfach nur chillen wollen, bewältigen?

„Eine schnelle bauliche Lösung ist nicht in Sicht“, sagt der Schulverbandsvorsitzende. Für den Übergang gibt es nun eine Absprache mit der Grundschule, wo ab zwölf Uhr ein Klassenzimmer für die Hausaufgabenbetreuung genutzt werden könne. Nach seiner Vorstellung muss der Schulverband zur personellen Entlastung eine zusätzliche Kraft für täglich vier Stunden engagieren. „So schnell wie möglich“, so Frank. Ebenso gehe an einer räumlichen Erweiterung kein Weg vorbei. Eventuell ein Anbau. „Eigentlich geht es nur hier am Standort“, so der Schulverbandsvorsitzende.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3