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Neues Trainingsgelände für die Pudelfreunde

Osdorf Neues Trainingsgelände für die Pudelfreunde

Auf den Hund gekommen: Eine Ortsgruppe des Verbands der Pudelfreunde Deutschland (VDP) hat sich im Kleingartengelände an der Dänischenhagener Straße angesiedelt. Eine Parzelle mit kleiner Laube und eine brachliegende Fläche dienen als Clubgelände und Trainingsplatz.

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Der neue Trainingsplatz im Osdorfer Kleingartengelände wird erst einmal beschnuppert: Regina Langmacher (von links), ihre Tochter Jeanine Langmacher und Sabrina Dannath von den Pudelfreunden mit Border Collie Chris, Pudelmix Fienchen, Border Collie Sierrá und Neufundländer-Mix Bonnie.

Quelle: Jan Torben Budde

Osdorf. Ganz brav sitzt Chris neben Regina Langmacher, schaut sie mit großen Augen an. Der Border Collie stürmt nicht gleich los, nachdem Frauchen das Bringholz geworfen hat. Der Elfjährige wartet erst auf ihre Anweisung: „Hol’s!“ Osdorf ist jetzt endgültig auf den Hund gekommen: Eine Ortsgruppe des Verbands der Pudelfreunde Deutschland (VDP) hat sich im Kleingartengelände an der Dänischenhagener Straße angesiedelt. Eine Parzelle mit kleiner Laube und eine brachliegende Fläche dienen als Clubgelände und Trainingsplatz.

Erst seit vergangenem November besteht die neue Ortsgruppe Kiel-Hammer. Laut Übungswartin Jeanine Langmacher fand sich dort jedoch kein Trainingsplatz. Deshalb streckten die Hundefreunde ihre Fühler in Osdorf aus, wo die 31-Jährige wohnt. Nach ihren Worten lebt ein Großteil der etwa 15 Mitglieder in der Region. In der Gemeinde und im Kleingartenverein stieß das Vorhaben der Pudelfreunde, die allerdings für Hunde aller Größen und Rassen offen sind, auf offene Ohren. „Wir möchten dem jungen Verein eine Perspektive bieten“, freut sich Max-Theodor Rethwisch, Vorsitzender der Kleingärtner, auf gute Nachbarschaft. Da ihre Hunde gut erzogen seien, geht Jeanine Langmacher davon aus, dass sich das Gebell in Grenzen hält.

Über einen etwa 1000 Quadratmeter großen Trainingsplatz verfügt die Ortsgruppe nun, deren Mitglieder außer Pudel auch Border Collies, Labradore, Jagdhunde, Australian Shepherds oder Neufundländer besitzen. Aber wozu der ganze Aufwand? „Es gibt so viele unerzogene Hunde“, bedauert Schriftwartin Regina Langmacher aus Osdorf. Sie wolle ihren Vierbeiner gern überall hin mitnehmen können, und zwar ruhigen Gewissens. Ankläffen, Anspringen oder gar Beißen sind für die Pudelfreunde absolut inakzeptabel. „Wenn man irgendwo zu Besuch ist, möchte man ja auch gern wiederkommen dürfen“, sagt Kassenwartin Sabrina Dannath aus Noer.

Gehorsamkeit ist keine Hexerei. „Man muss den Hund nicht anbrüllen, sondern kann ihn unterrichten“, betont Regina Langmacher. Eine Lektion bestehe im Spaziergang durch die Eckernförder Fußgängerzone. Und in Osdorf? „Mit gezielten Spiel- und Spaßtraining wird nicht nur die Hund-Mensch-Beziehung, sondern auch Konzentration und Koordination gefördert“, erklärt Jeanine Langmacher, die Verhaltenstherapeutin für die Tiere ist. So werde sogar für Begleithunde-, Leistungs- und Hundehalterprüfungen trainiert.

Bei besagter Übung mit dem Bringholz achtet Regina Langmacher auf die präzise Ausführung. Nachdem Chris es apportiert hat, setzt sich der Border Collie zunächst brav neben sein Frauchen. Erst als sie „Aus“ ruft, gibt der Hund das Bringholz wieder frei. Es geht dabei um Unterordnung. Weitere Anforderungen sind bei Fuß gehen oder Sitz machen. Als weitere Aufgabe nennt Jeanine Langmacher die Übung „Menschengruppe“, wobei ein Hund lernt, selbst bei Wurstgeruch die Ruhe zu bewahren.

Für das Training bauen die Pudelfreunde einen Parcours aus Hindernissen auf. Dazu gehören ein Tunnel, ein Labyrinth oder kleine Hürden zum hinüberspringen.

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