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Wie viele Hotels braucht Eckernförde?

Otseebad Wie viele Hotels braucht Eckernförde?

Wer sich im Internet auf die Suche nach einem Hotel in Eckernförde macht, der wird schnell fündig. Gleich 15 Häuser werden dort aufgelistet. Auch wenn sich nicht alle direkt im Ostseebad, sondern einige auch im Umland befinden, so wird doch eines schnell klar: Einen Mangel gibt es nicht. Und so stellt sich die Frage: Wie viele Hotels braucht Eckernförde?

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Das Stadthotel auf dem Exer ist mit 65 Zimmern das größte am Ort und das bislang einzige im Vier-Sterne-Bereich. Eventuell soll gleich nebenan ein neues, deutlich größeres Hotel entstehen.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Seit nunmehr sieben Jahren gibt es Bestrebungen, den Exer-Parkplatz als Hotel-Standort zu entwickeln. Bislang ohne Erfolg. „Eckernförde war lange Zeit nicht attraktiv genug für Investoren“, sagt Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Eckernförder Touristik und Marketing GmbH (ETMG). Das habe sich geändert. Belegen kann er das mit Zahlen: In den vergangenen sechs Jahren wuchs die Zahl der Gäste von 36000 auf 50000 pro Jahr an. Entsprechend erhöhte sich auch die Zahl der Übernachtungen – im genannten Zeitraum von 127000 auf 173000. Davon würden nach seinen Angaben rund 100000 auf Hotels entfallen. Das größte mit 65 Zimmern und zwei Suiten ist das Stadthotel, gefolgt vom Mango’s (35) und der Seelust (32).

 Karsten Heide, Betreiber von Stadthotel und Seelust, weiß um die Attraktivität der Ostseestadt. Einem großen, modernen Hotel in direkter Nachbarschaft sieht er gelassen entgegen: „Durch einen neuen Betreiber könnte es auch einen Synergieeffekt geben.“ Heide ist bereit, sich dem Wettbewerb zu stellen. Ob ein Hotel in dieser Größenordnung das ganze Jahr über wirtschaftlich betrieben werden könne, müsse man abwarten. Die Seelust schließt ab Mitte November bis Mitte Februar. „In der Zeit geht nichts“, weiß er.

 Claudia Franz, Chefin des ebenfalls in Strandnähe gelegenen Mango’s, sieht das ähnlich. Die Wintermonate seien, was die Belegung anbelangt, absolut schwach. Im Sommer hingegen brumme das Geschäft. Aus diesem Grunde soll das Mango’s auch erweitert werden. Bereits Mitte nächsten Jahres möchte man einen Anbau mit 35 Zimmern und einem großen Wellnessbereich fertiggestellt haben. Damit verfüge man über das bislang einzige Hotel am Ort mit einem solchen Angebot, hebt sie hervor. Die Planungen für ein weiteres Hotel auf dem Exer betrachtet sie mit gemischten Gefühlen: „Das scheint mir ein bisschen zu groß“, erklärt sie.

 Katharina Heldt, die zusammen mit ihrem Mann Armin das Heldts Hotel (13 Betten) betreibt, freut sich über die steigende Nachfrage an Urlaubern – auch in der Nebensaison. „Da ist noch Luft nach oben“, vermutet sie. Ein höherpreisiges Vier- oder Vier-Sterne-Plus-Hotel würde am Ort fehlen. Ob allerdings eine angedachte Seebrücke die Attraktion sei, mit der man zusätzliche Gäste anlocke, vermag sie nicht zu sagen: „Ich halte das nicht unbedingt für zwingend erforderlich.“ Als örtliche Kommunalpolitikerin ist Katharina Heldt vor allem wichtig, dass für den Bau eines Hotels keine öffentlichen Parkplätze wegfallen.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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