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Pädiko-Kita nimmt Formen an

Gettorf Pädiko-Kita nimmt Formen an

Offen, transparent, eingebettet in viel Grün – so soll sich ab Sommer 2017 eine neue fünfgruppige Kita an der Ecke Ofeld/Kieler Chaussee in Gettorf präsentieren. Träger ist der Verein Pädiko. Die Kosten für das gut 800 Quadratmeter große Gebäude belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro.

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Ansicht vom Ofeld aus: So sieht nach dem Entwurf von Architekt Matthias Wohlenberg der Eingangsbereich der neuen Kita aus.

Quelle: hfr

Gettorf. Architekt Matthias Wohlenberg aus Eckernförde stellte seinen Entwurf am Montagabend den Mitgliedern des Bauausschusses vor und bekam viel Lob. Wie Vorsitzender Marco Koch (CDU) erläuterte, gehen die Pläne jetzt noch einmal in die Fraktionen und an den künftigen Träger. In der nächsten Bauausschusssitzung am 11. Juli soll das Konzept dann beschlossen werden.

 Ein Grünstreifen im Norden als Puffer zur alten Bundesstraße, ein Knick im Süden als Abgrenzung zur anliegenden Wohnbebauung – „das sind ideale Bedingungen“, sagte Wohlenberg. Den gut 100 Quadratmeter großen Eingangsbereich stellt sich der Architekt als Kommunikations- und Multifunktionszone vor – „wie eine Piazza“. Links schließt sich der Krippenbereich mit zwei Gruppenräumen an. Der Elementarbereich mit zwei Regelgruppen und einer altersgemischten Gruppe wird über einen gläsernen Laubengang erschlossen, ebenso ein großer Mehrzweckraum mit angeschlossener Küche, der für die Mahlzeiten, aber auch für sportliche Aktivitäten und Aufführungen genutzt werden kann.

 Die Gruppenräume sind so angeordnet, dass sie sich nach Süden zu einem gemeinsamen Innenhof orientieren. Eine Überdachung vor den Räumen sorgt für einen fließenden Übergang von drinnen nach draußen und dient zugleich als Sonnenschutz.

 Die Erläuterung der bauleitplanerischen Aspekte übernahm Stadtplanerin Kerstin Langmaack. Wie sie sagte, wurde die Baufläche relativ groß gewählt, um sich für die Zukunft eine Option für eine eventuell notwendig werdende Erweiterung des Gebäudes zu erhalten. Ein Teil der Straße vor dem Eingang wird nach Auskunft der Stadtplanerin dem Kita-Grundstück zugeschlagen. Dort soll für Eltern, die ihre Kinder in die Kita bringen, eine Kurzhaltezone („Kiss and go“) eingerichtet werden. Insgesamt sind 35 Pkw-Stellplätze geplant. Auch einen Fahrradparkplatz soll es geben.

 Bei der Abstimmung über den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für die B-Plan-Änderung enthielten sich die beiden Vertreter der Grünen. Dirk Jöhnk sagte, dass er den Standort „nicht so toll“ finde, da sich dort im Laufe der Jahre ein Biotop entwickelt habe. Gleichwohl wisse er um die Not der Gemeinde. Wie berichtet, war für den Kita-Neubau als Alternativstandort ein Gelände im Gewerbegebiet im Gespräch. Im Zuschussantrag wurde als Baufläche jedoch explizit das Grundstück am Ofeld genannt. „Bei einem Bau an einem anderen Standort hätten wir uns für die Zuschüsse wieder hinten anstellen müssen“, erläuterte Marco Koch. Dann wären seiner Überzeugung nach „mit Sicherheit“ weniger Zuschüsse geflossen als die mittlerweile bewilligten 1,2 Millionen Euro.

 Bevor das Fundament für die neue Kita gegossen werden kann, muss im Bereich des Baufeldes zunächst im Mittel auf eineinhalb Meter Boden ausgetauscht werden – geschätzt rund 2000 Kubikmeter und damit deutlich weniger als zunächst befürchtet. Architekt Wohlenberg rechnet für diese Maßnahme mit rund 60000 Euro netto.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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