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Wohin mit den vielen Autos?

Parken in Eckernförde Wohin mit den vielen Autos?

In den Sommermonaten und bei Großveranstaltungen reichen die Stellplätze für Pkw im Zentrum des Ostseebades Eckernförde bei weitem nicht aus. Ob ein Parkdeck Abhilfe schaffen könnte und ob sich solch ein Bau auch rechnet, ist nicht so ganz einfach zu beantworten.

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Etwas 50 Parkplätze stehen aktuell auf dem Paltz an der Fischerkoppel zur Verfügung - das sind meist nicht genügend.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Axel Sperber, Leiter der Tiefbauabteilung in der Eckernförder Stadtverwaltung, hat den Versuch unternommen, dies an zwei Standorten im Stadtgebiet zu prüfen. Er kommt zu folgendem Schluss: Im Bereich der Fischerkoppel und an der Preußerstraße seien Parkdecks nicht zu empfehlen.

Anträge aus der Politik waren der Prüfung durch die Verwaltung vorangegangen. Sperber war für die Beantwortung tief in die Materie eingestiegen, hatte die Mindestmaße (70 Meter lang und 32 Meter breit) und die Kosten für einen Stellplatz (zwischen 3000 und 5000 Euro) sowie eine Finanzierung samt Abschreibung zugrunde gelegt und die bestehende Auslastung selbst in Augenschein genommen. Das Ergebnis fiel eher ernüchternd aus. Das Grundstück an der Fischerkoppel, das von Anliegern und Berufsschülern fast über das gesamte Jahr hinweg stark frequentiert wird, sei für ein Parkdeck in den genannten Maßen schlicht zu klein. Außerdem sei der Gewinn durch eine weitere Parkebene eher gering, denn für den Bau und die dazu gehörige Rampe würde ebenerdig eine erhebliche Anzahl von Stellplätzen wegfallen.

Der Parkplatz an der Preußerstraße sei nach Sperbers Angaben gerade mal groß genug für ein Parkdeck. Bei einer zusätzlichen Parkebene könnten 48 Stellplätze gewonnen werden, bei zwei zusätzlichen 128 Plätze. Allerdings werde das Areal eigentlich nur im Sommer gut angenommen, so dass ein Betrieb auch hier nicht wirklich wirtschaftlich sei. In beiden Fällen war Sperber – anders als beim noch bestehenden Parkdeck neben dem Aldi-Markt an der Noorstraße – von Parkgebühren ausgegangen. Parkhäuser, auch das wurde untersucht, wären viel zu kostenaufwändig, um realisiert zu werden.

Das Fazit des Rathaus-Mitarbeiters: In beiden geprüften Fällen sei die Errichtung von Parkdecks nicht zu empfehlen, weil sie nicht gewinnbringend betrieben werden können. Man sollte lieber nach geeigneteren Standorten im Stadtgebiet Ausschau halten, sagte er.

Nicht alle Bauausschussmitglieder mochten dieser Empfehlung kritiklos folgen. Thorsten Peuster (Bürger-Forum) konnte sich so gar nicht mit den Ausführungen des Bauamts-Mitarbeiters anfreunden. Ihm erschien das Ganze viel zu pessimistisch. Auch Jürgen Neumann (SPD) verstand nicht, warum man ein Parkdeck an der Fischerkoppel nicht etwas kleiner als von Sperber angegeben, bauen könnte.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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