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Pavillonklassen für Flüchtlinge

Gettorf Pavillonklassen für Flüchtlinge

In die Pavillonklassen am Schulzentrum in Gettorf sollen Flüchtlinge einziehen. Das Amt Dänischer Wohld möchte die Containeranlage ab 1. Januar 2016 mieten. Zunächst muss aber der Schulverband grünes Licht geben. 

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Noch werden Fünftklässler in diesem Pavillon am Schulzentrum unterrichtet, doch schon bald möchte das Amt dort Flüchtlinge unterbringen.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Bis zu 100 Asylbewerber könnten dort nach Angaben der Verwaltung schrittweise untergebracht werden.„Eine Belegung ist ab Februar denkbar“, berichtete Amtsdirektor Matthias Meins, „vorher sind dort Umbaumaßnahmen erforderlich.“ Zunächst müsse aber der Schulverband Gettorf und Umgegend grünes Licht geben. Ihm liegt bereits ein Mietvertrag vor: Laut Haushaltsplan für 2016, mit dem sich dessen Finanzausschuss am Donnerstag befasste, beträgt die Jahresmiete 60000 Euro.

Angesichts steigender Flüchtlingszahlen hält Vorsitzender Hans-Ulrich Frank die Lösung für sinnvoll. „So kann man vorbeugen, dass die Asylbewerber, wie es in anderen Kommunen schon der Fall ist, in Sporthallen untergebracht werden“, sagte der Gettorfer. Die Pavillonklassen sollten zum Ende des Schuljahres ohnehin geräumt werden. Aufgrund sinkender Schülerzahlen – wegen der Entlassung eines Doppeljahrgangs – könnten die fünften Klassen, die bisher im Pavillon unterrichtet wurden, ins Hauptgebäude umziehen. Die Eltern hat Schulleiterin Marion Burkhart bereits in einem Brief unterrichtet. Laut Frank gab es zudem eine Elternbeiratssitzung.

Bevor Flüchtlinge in den Pavillon einziehen, müssen die mobilen Klassenräume umgestaltet und eingerichtet werden. „Wir benötigen dort Koch- und Sanitäranlagen“, erklärt der Amtsdirektor. Ebenso schaffe das Amt noch Möbel an. Auch die Betreuung der Flüchtlinge werde die Verwaltung arrangieren. Zudem sieht die Planung einen Zaun zwischen Pavillon und Schulzentrum vor. „Der Zugang zur Unterkunft für Flüchtlinge und Asylsuchende wird vom Parkplatz/Busbahnhof aus erfolgen“, heißt es in besagtem Elternbrief der Schulleiterin. Bevor die Flüchtlinge einziehen, stehe der Pavillon zur Besichtigung durch Einwohner offen, erklärte der Amtsdirektor. Über die Dauer der Pavillon-Lösung wollte Meins angesichts des kaum berechenbaren Zulaufs an Menschen aus Krisenregionen allerdings nicht spekulieren.

Ein weiteres Thema im Finanzausschuss war ein seit Jahren andauernder Rechtsstreit. Es geht um einen Wasserschaden, der vor sechs Jahren am Schulzentrum entdeckt worden war. Laut Frank lässt sich die Gegenseite – ausführende Firmen – nun doch auf einen Kompromiss ein. Somit erhalte der Schulverband 70 Prozent der Kosten des Gesamtschadens: Der Vorsitzende bezifferte die Summe mit gut 1,1 Million Euro, wovon die Versicherung über eine halbe Millionen Euro überwiesen habe. Mit dem Geld würden Rechnungen beglichen und Schulden getilgt.

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